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Volles Programm beim Brückenkolloquium

Das 4. Brückenkolloquium der Technischen Akademie Esslingen (TAE) wird wegen der Covid19-Pandemie als Hybridveranstaltung ausgerichtet: Interessierte können selbst entscheiden, ob sie ganz klassisch vor Ort teilnehmen oder die Vorträge lieber zum reduzierten Preis live auf ihr Endgerät streamen.

Brücke (berggeist007-pixelio.de)
Vielfältig und umfassend ist das Programm des 4. Brückenkolloquiums. (Abb.: berggeist007 / pixelio.de)

Ursprünglich sollte das Kolloquium im Juni stattfinden. Nun sind von der TAE am 8. und 9. September 2020 mehr als 80 Fachvorträge in vier parallelen Sitzungen zu einer umfassenden Palette an Themenschwerpunkten geplant: Im Vordergrund stehen dieses Jahr innovative Vorgehensweisen, Verfahren und Baustoffe – sowohl für Ersatzneubau im bestehenden Verkehrsnetz als auch für Instandsetzung und Ertüchtigung des Bestands. So geht es bei einem Vortrag um die Schiersteiner Autobahnbrücke über den Rhein bei Wiesbaden. Betrachtet wird hier die Gründungsertüchtigung von Bestandspfeilern. Der Einsatz von Ultra-Hochleistungs-Faserbeton (UHFB) in der Schweiz bei der Verstärkung des Bestands wird ebenfalls unter die Lupe genommen – im Rückblick und als Perspektive für die Zukunft. Gleiches gilt für die Pilotanwendung von Carbonbeton zur Verstärkung einer Stahlbetonstraßenbrücke. Auch das Thema SMART-DECK fehlt nicht: Unter anderem wird die Wirksamkeit von Textilbetonschichten für Fahrbahnplatten von Betonbrücken zur Erhöhung der Biege- und Querkrafttragfähigkeit in Querrichtung beleuchtet.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Methoden und Verfahren zur Bestandsanalyse und -bewertung, wie zum Beispiel die Beurteilung des Tragvermögens einer bestehenden Stahlbeton-Brücke mit korrodierter Bewehrung oder neue Erkenntnisse zum Querkrafttragverhalten bestehender Spannbetonbrücken aus aktuellen Labor- und Feldversuchen. Auch Methoden zur Ermittlung von Zustand, Zuverlässigkeit und Restnutzungsdauer werden thematisiert. In einem Vortrag aus diesem Bereich geht es beispielsweise um die „Schnelle ortsaufgelöste Chloridbestimmung mit der laserinduzierten Plasmaspektroskopie (LIBS)“. Das Thema „Detektion von Spannstahlbrüchen mit Acoustic Emission im Rahmen der Bauwerksüberwachung“ gehört in den Bereich der sogenannten zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) von Brückenbauten. Darüber hinaus bietet das Brückenkolloquium tiefe Einblicke in Überwachungsverfahren für Bestandsbauwerke sowie die Potenziale von BIM und weiteren Technologien der digitalen Transformation für Brücken im Lebenszyklus. Besonders spannend klingt in diesem Zusammenhang ein Vortrag mit dem Titel: „Was die Brücke von der Windenergieanlage lernen kann“. Darüber hinaus wird als Fallbeispiel die Verbreiterung der Hochstraße Elbmarsch aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und auch Holzbrücken haben auf dem 4. Brückenkolloquium einen Platz gefunden. Parallel zur Fachtagung findet wie immer eine begleitende Ausstellung statt.

Und all dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem vollgepackten Programm des Kolloquiums. Wenn Sie mehr über das diesjährige Brückenkolloquium erfahren wollen, finden Sie weitere Informationen auf der Website der TAE