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Umkehrdächer richtig entwässern

Eine Dachentwässerung muss dem Aufbau des Dachs angepasst sein. Die Gütegemeinschaft Entwässerungstechnik e.V. (GET) hat die wichtigsten Tipps und Herangehensweisen zur Entwässerung von Umkehrdächern und die Voraussetzungen für die Dachabläufe zusammengestellt.

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Bei Umkehrdächern müssen die Dachabläufe das Regenwasser von drei Ebenen aufnehmen können. (Abb 1.: GET Gütegemeinschaft Entwässerungstechnik e.V.)

Flachdächer haben im Regelfall ein Warmdach, eine einschalige, unbelüftete Dachkonstruktion. Seit neue feuchtigkeitsunempfindliche und formstabile Dämmstoffe entwickelt wurden, ist auch eine neue Flachdach-Konstruktion möglich: Das Umkehrdach, ein Warmdach mit umgekehrter Anordnung der Schichten.

Das Besondere an dieser Variante des Flachdachs ist, dass die Wärmedämmung hier auf der empfindlichen Dachabdichtung liegt und diese Ebene somit geschützt wird. Die Dachabdichtung liegt hier direkt auf der Betondecke, die Wärmedämmung darüber. Durch den Schutz der Dachabdichtung vor Beschädigung, Witterungseinflüssen, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung, erhöht sich nicht nur die Lebensdauer der Abdichtungsebene, sondern die des ganzen Dachs. Zudem sind die sonst übliche Dampfbremse und die Dampfdruckausgleichsschicht beim Umkehrdach nicht erforderlich. Auf der Wärmedämmung von Umkehrdächern sind verschiedene Auflasten möglich: Bekiesung, Begrünung oder Platten- beziehungsweise Asphaltbelag. Ist die Wärmedämmung druckfest, kann die oberste Schicht außerdem als begehbares Terrassendeck angelegt werden oder sogar als Parkdeck befahrbar sein.

Zur vollständigen Entwässerung von Umkehrdächern muss das anfallende Regenwasser aus drei Ebenen abgeführt werden (Abb. 1). Die erste Entwässerungsebene liegt auf der Dachabdichtung direkt auf der Gebäudedecke. Von hier wird die geringste Wassermenge abgeführt, da hier nur das Regenwasser anfällt, das zwischen den Wärmedämmfugen durchsickert. Die zweite Entwässerungsebene bildet ein wasserableitendes Dachvlies oder eine diffusionsoffene Trennlage auf der Wärmedämmung. Hierüber wird ein großer Teil des anfallenden Regenwassers abgeleitet. Die dritte Entwässerungsebene bildet die obere Auflastschicht wie Begrünung, Bekiesung oder Plattenbelag bzw. Asphalt. Bei Auflasten mit geringem Wasserrückhaltevermögen wie zum Beispiel bei Asphaltbelägen wird über die dritte Entwässerungsebene das meiste Regenwasser abgeführt.

Umkehrdächer normgerecht entwässern

Die Regenwasserableitung kann über Freispiegelsysteme oder über planmäßig gefüllt betriebene Regenwasserleitungen mit Druckströmung erfolgen. Für Flachdächer und somit auch für Umkehrdächer dürfen nach DIN 1986-100 zur Entwässerung nur Dachabläufe verwendet werden, die den Anforderungen der DIN EN 1253-2 entsprechen oder für die ein baurechtlicher Verwendungsnachweis vorliegt.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den Ablauf eines Umkehrdachs. (Abb. 2: GET Gütegemeinschaft Entwässerungstechnik e.V.)

Dachabläufe in Umkehrdächern müssen das Regenwasser von den genannten drei Ebenen aufnehmen können. Hierfür gibt es zwei Varianten: mit Anschluss an die durch das Gebäude geführte Regenwasserleitung oder mit Anschluss durch die Attika an die außen am Gebäude geführten Regenfallleitungen (Abb. 2).



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So könnte die Dachentwässerung und der Notablauf eines Umkehrdachs aussehen. (Abb. 3: GET Gütegemeinschaft Entwässerungstechnik e.V.)

Zudem ist es nach DIN 1986-100 notwendig für Starkregenereignisse in jedem Entwässerungstiefpunkt auf dem Dach neben dem Ablauf eine Notentwässerung einzuplanen (Abb. 3). Weitere Informationen zur Entwässerungstechnik finden Interessierte auf der Website des GET .