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Staub war gestern

Das Aktionsprogramm „Staubminimierung beim Bauen“ will erreichen, dass der Einsatz staubarmer Technologien und Produkte in der Bauwirtschaft selbstverständlich werden. Nach drei Jahren wurde jetzt in Dortmund eine Zwischenbilanz gezogen, die deutlich macht: Staubarme Baustellen sind kein Science Fiction.

Staub war gestern
„Staub war gestern“ - unter diesem Namen firmierte die Veranstaltung des Aktionsprogramms in der der „DASA – Arbeitswelt Ausstellung“. (Abb.: BG BAU)

Bei der Veranstaltung „Staub war gestern“ am 26. Juni 2019 in der „DASA – Arbeitswelt Ausstellung“ in Dortmund zogen Vertreter der 21 Partner des Bündnisses eine Zwischenbilanz des Programms und stellten den aktuellen Stand staubarmer Techniken vor. In der Stahlhalle der DASA konnten Bauunternehmer, Handwerker und Berufsschüler diese Techniken kennenlernen und sich über Förder- und Anwendungsmöglichkeiten beraten lassen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Sozialpartner der Bauwirtschaft (Deutsches Baugewerbe/ Deutsche Bauindustrie/ IG BAU), die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU), die Länder und weitere Partner haben das Aktionsprogramm vor drei Jahren mit einer gemeinsamen Erklärung gestartet. Unter dem Motto „Staub war gestern“ sollten auch gerade junge Menschen dafür begeistert werden, staubarme Techniken zu nutzen. „Die Etablierung von staubarmen Technologien am Bau steigert die Attraktivität dieser Arbeitsplätze“, sagte Norbert Kluger, Leiter der Abteilung Stoffliche Gefährdungen von der BG BAU.

Leider glauben immer noch viele, dass Staub beim Bauen dazugehört. Allerdings sei – auch durch die Arbeit des Aktionsprogramms – mittlerweile ein Sinneswandel feststellbar, so die Vertreter des Bündnisses: Staubarme Technologien würden immer stärker als Voraussetzung für professionelles Arbeiten gesehen. Die in Dortmund präsentierten, gemeinsam von Sozialpartnern und der BG BAU erarbeiteten Branchenlösungen für einzelne Gewerke, etwa für Maler und Lackierer, den Estrichbau oder Abbrucharbeiten, zeigen den Unternehmen konkret auf, wie an den jeweiligen Arbeitsplätzen Staub minimiert werden kann. Ein neues E-Learning-Modul vermittelt Interessierten die wesentlichen Grundlagen zum Thema Staub, Staubminimierung und den erforderlichen Staubschutzmaßnahmen.

Begleitet werden die Aktivitäten des Aktionsprogramms durch neuartige Materialien, die von den Partnern des Aktionsprogramms entwickelt wurden. Alle Aktivitäten zielen auch darauf ab, das Image der Bauberufe zu verbessern. Weitere Details, Aktivitäten und Handlungshilfen zum Thema stehen online zur Verfügung.