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So werden Anbauteile an WDVS sicher befestigt

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat das neue Merkblatt „Sichere Befestigung von Anbauteilen an WDVS" veröffentlicht. Erarbeitet wurde es von der gleichnamigen Projektgruppe im VDPM-Arbeitskreis Fassadendämmsysteme.

Merkblatt Anbauteile WDVS
Einen kompletten Überblick über die möglichen Montagelösungen bieten in dem neuen Merkblatt tabellarisch aufbereitete Anwendungsbeispiele inklusive Fotos. (Abb.: VDPM)

Für die fachgerechte Montage von Anbauteilen an WDVS-Fassaden haben die Hersteller in den vergangenen Jahren eine Reihe spezieller Befestigungsmöglichkeiten entwickelt. Das neue Merkblatt fasst die wesentlichen Aspekte bei Auswahl und Einsatz der unterschiedlichen Montageelemente zusammen. Die zwölfseitige Broschüre, die sich an Planer, Architekten und Fachunternehmer richtet, wird vom Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz, dem Bundesverband Ausbau und Fassade sowie der Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden mitgetragen.

Die Bandbreite der Anbauteile für Gebäude reicht von Briefkästen, Hausnummern und Klingelschildern über Vordächer, Rankgitter und Markisen bis hin zu Klappläden und Handläufen für Treppengeländer. Werden solche Elemente an Fassaden mit Wärmedämm-Verbundsystem angebracht, gilt es, einiges zu beachten. So hängt von der fachgerechten Montage und der Wahl der geeigneten Befestigungselemente wie Spiraldübel, Scheiben, Zylinder, Winkel, Abstandhalter und Konsolen die langfristige Gebrauchstauglichkeit eines WDVS ab. Bei unsachgemäßer Anbringung kann das Dämmsystem – etwa durch das Eindringen von Feuchtigkeit – Schaden nehmen und an Funktionstüchtigkeit einbüßen. Neben der sicheren Lastaufnahme und -abtragung in den Untergrund müssen die Befestigungslösungen zusätzlich eine Reihe von Anforderungen an Witterungsbeständigkeit, Regendichtheit und Wärmebrückenminimierung erfüllen.

Schaubilder erklären verschiedene Befestigungsvarianten

Das Merkblatt des VDPM thematisiert auch den passenden Montagezeitpunkt – je nach Anbauteil kann er vor, während oder nach der Ausführung des WDVS liegen. Bei Elementen wie Geländern oder Elektrodoseneinsätzen sollte die Position des Anbauteils beispielsweise bereits in der Planung bekannt sein. Andere Anbauteile werden während der Applikation des WDVS in den Dämmstoff eingeklebt; einige können problemlos nachträglich befestigt werden. Zu berücksichtigen sind dabei die einwirkenden Lasten, wobei hier zwischen statisch- beziehungsweise sicherheitsrelevanten und rein konstruktiven, meist leichten Anbauteilen zu unterscheiden ist. Darüber hinaus erklärt und zeigt das Merkblatt die verschiedenen Befestigungsvarianten anhand von Schaubildern. Es kann auf der Website des VDPM kostenlos heruntergeladen werden, die Printausgabe kann per E-Mail bestellt werden.