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Sicher stehen beim Skiflug

In Oberstdorf laufen die Vorbereitungen auf die Wintersaison: Die Heini-Klopfer-Skiflugschanze wurde umgebaut und der erneuerte Zugang mit einer rutschhemmenden Beschichtung ausgestattet.

Skiflugschanze Oberstdorf Triflex
Die Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf wurde generalsaniert. Dabei kam eine wetterfeste Abdichtung der Aussichtsplattform zum Einsatz. (Abb.: Triflex)

Die Oberstdorfer Skiflugschanze entstand im Jahr 1949 nach den Plänen des Skispringers und Architekten Heini Klopfer. Er war der erste, der dort die 90-Meter-Marke erreichte. Heute fliegen viele Athleten über 200 Meter, da die Voraussetzungen für rekordverdächtige Weiten über die Jahre baulich immer wieder optimiert worden sind. Im Zuge einer Generalsanierung sollten die Bedingungen der 72 Meter hohen Schanzenanlage nochmals verbessert werden.

Aussichtsplattform abdichten

Der ursprüngliche Schanzentisch wurde auf eine Länge von 45 Metern abgebrochen. Nach dem Verschieben um etwa sieben Meter nach hinten und fünf Meter nach oben ließen die Planer die Konstruktion auf dem bestehenden Spannbetonbauwerk des Anlaufturmes aufsetzen. Ebenso gehörten eine Vergrößerung des Auslaufbereiches sowie die Errichtung einer Tribünenanlage mit Geländestehplätzen zu den Baumaßnahmen. Um den Erhalt der über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannten Skiflugschanze für viele Jahre zu sichern, sollte die neue Konstruktion der Aussichtsplattform mit einer funktionstüchtigen Abdichtung versehen werden.

Gegen Ausrutschen sichern

Gefragt war eine Lösung, die die Betonkonstruktion für viele Jahre vor extremen Witterungsschäden, zum Beispiel durch eindringendes Tauwasser, sowie vor mechanischen Punktbelastungen durch Publikumsverkehr schützt. Mit einer rutschfesten Fläche sollte die Sicherheit für die Sportler, die Zuschauer und die Mitarbeiter erhöht werden. Da im Bereich der Aussichtsplattform diverse Untergründe wie Beton und Metall vorkommen, bildete die Kompatibilität der Abdichtungslösung mit diesen unterschiedlichen Baustoffen ein weiteres Kriterium. Die Fläche sollte sich später in das Gesamtbild der modernisierten Sportanlage einfügen und deshalb farbig ausführbar sein. Um die Sperrzeiten des Bereiches so kurz wie möglich zu halten, war eine rasche Verarbeitung wichtig. Auch die komplizierten Geometrien, die Haltbarkeit des Materials bei extrem niedrigen Temperaturen in der exponierten Lage und die ständigen Bewegungen aus der Konstruktion spielten bei der Entscheidung für eine passende Lösung eine wichtige Rolle.

Gemeinsam entschieden Planer Andreas Fauter, Bauleiter Peter Müller von der Firma Dobler sowie Triflex-Mitarbeiter Stefan D’Hooghe, sich für eine Abdichtung mit „Triflex ProPark Var. II“ , ein OS 10 klassifiziertes System, dass sich nach Angaben des Herstellers auch an kalten Tagen verarbeiten lässt. Der Systemaufbau besteht durchgängig aus PMMA. Dadurch ist ein chemischer Verbund innerhalb der einzelnen Schichten gewährleistet.

Anforderungen wurden gemeinsam gelöst

Bevor die Fachhandwerker mit den Abdichtungsarbeiten beginnen konnten, haben die Baubeteiligten die jeweils passende Vorgehensweise festgelegt: Zum Beispiel hinsichtlich der Anschlussdetails, der Übergänge zu den verzinkten Stahltreppen und der maximalen Aufbauhöhe der Beschichtung. „Es gab mehrere kurzfristige Abstimmungen und Besuche vor Ort“, berichtet Peter Müller.

Innerhalb von fünf Tagen haben die Fachhandwerker der Firma Dobler die beiden 80 Quadratmeter große Aussichtsplattformen sowie 25 laufende Meter Anschlüsse nach punktuellen Ausbesserungsarbeiten abgedichtet und beschichtet. Nach dem Anschleifen der Beton- und Metalluntergründe erfolgte die Grundierung mit „Triflex Cryl Primer 287“. Anschließend dichteten die Sanierer alle aufgehenden Bauteile mit dem vliesarmierten „Triflex ProDetail“ ab. Für die Flächenabdichtung kam das vliesarmierte „Triflex ProPark“ zum Einsatz. Nachdem die Höhe der Beschichtung für ein barrierefreies Bewegen auf der Aussichtsplattform festgelegt worden war, stellten die Verarbeiter die Versiegelung mit „Triflex Cryl M 264“ her.

In Zukunft können die Zuschauer wieder den weitreichenden Blick ins Allgäuer Stillachtal haben und bei Wettkämpfen die Leistungen der Spitzensportler bejubeln.

Weitere Informationen zu den genannten Abdichtungsprodukten bietet der Hersteller Triflex .