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Rakeln eine (zweite) Chance geben

Die Frage, ob eine Spachtelmasse mit der Kelle oder mit einem Rakel verarbeitet werden sollte, beschäftigt die Fußbodentechnik seit mehr als 20 Jahren. Thomsit Technik-Berater Lorenz Runge bekennt sich zum Rakeln und erklärt die wichtigsten Punkte.

Egal mit welcher Technik Ausgleichsspachtelmassen aufgebracht werden, grundsätzlich zählt das Ergebnis. Deshalb muss die Rakel-Technik auch nicht auf jeder Fläche umgesetzt werden. Denn es ist kein Problem in schlecht zugänglichen Zonen, wie unter Heizungen die herkömmliche Glättkelle einzusetzen. Letztlich geht es darum, die Arbeit einfach und effizient meistern zu können. Doch in der Praxis werden meist beide Techniken nicht miteinander verbunden.

Durch die stehende Arbeitshaltung entlastet die Rakel die Knie und den Rücken. Das Phänomen von Kellenschlägen lässt sich mit der Rakeltechnik vermeiden.

Welche Rakel sollte man verwenden?

Neben den klassischen Zahnrakeln gibt es Kufen- oder Stiftrakel. Der Markt bietet allerdings noch mehr: Beispielsweise reine Metallwalzenrakel mit Rollen, auch Rollrakel genannt. Diese besitzen keine Zahnung, sondern Ringe, von denen mehrere in bestimmten Abständen auf einer Walze angebracht sind. Zudem gibt es auch noch Metallwalzenrakel mit Distanzscheiben und/oder Gleitern. Solche Rakel können allerdings im Vergleich zu einfachen Zahnrakeln spürbar mehr Gewicht auf die Waage bringen.

Eine weitere Variante sind die Gelenkrakel. Ihren Namen verdanken sie einem Gelenk, das zwischen Stiel und Rakel angebracht ist. Seine Aufgabe ist es, die korrekte Stellung des Rakel, während der Bewegung auf dem Untergrund, in jeder Lage zu sichern. Zugleich macht das Gelenk diese Rakel aber besonders beweglich, so dass die Handhabung einiger Übung bedarf.

In der Praxis haben sich die einfachen Flächenrakel mit einer Breite von etwa 60 Zentimetern als besonders praktikabel erwiesen. Da ihr Design aber keinen Vorgaben unterliegt, wird eine breite Palette verschiedener Rakel-Typen angeboten.

Anstatt Flächenrakel sollten Stiftrakel eingesetzt werden, wenn faserhaltige Ausgleichsmassen zu verarbeiten sind, da die Fasern die Zahnung zusetzen können. Dieses Risiko besteht bei Rakeln mit einer geraden Unterkante nicht. Die Verbrauchsmenge lässt sich hier über die Abstandsstifte einstellen.

Die richtige Rakelzahnung

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Die Stifte eines Stiftrakels sind höhenverstellbar. (Alle Abb.: Henkel AG & Co. KGaA / Thomsit)

Es gibt zwei klassische Zahnleisten: R1 und R2. Die R1-Zahnung eignet sich bestens für die Verarbeitung von Polyurethanspachtelmassen, sprich für zweikomponentige, wasserfreie Kunstharznivelliermassen, die nach dem Anrühren beider Komponenten teils extrem dünnflüssig eingestellt sind.

Die R2-Zahnung hat sich dagegen seit langem als Standardmaß für alle herkömmlichen, faserfreien Zement- oder Calciumsulfat-Spachtelmassen herauskristallisiert. Solche Werkzeuge sind zusätzlich mit zwei Abstandsstiften ausgerüstet, so dass die gewünschte Schichtdicke genau festgelegt werden kann.

Weitere Informationen liefert das Merkblatt Nr. 6 der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) "Spachtelzahnungen für Bodenbelag-, Parkett- und Fliesenarbeiten", Auflage Mai 2007,

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Unterschiede bei den Zahnleisten

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Die Zahnung bestimmt die Durchflussmenge.

Die Zahnleisten unterscheiden sich vor allem in ihrer Durchflussmenge. Rakelzahnungen geben ebenso wie die Zahnungen von Zahnspachteln für Bodenbelagsklebstoffe die Menge an Material vor, die auf dem Untergrund verbleibt. Um eine genaue Dosierungen vornehmen zu können, weisen sie daher Stege und Lücken in unterschiedlichen Breiten auf. Die Rakelzahnung R2 beispielsweise zeigt folgende Abmessungen:

- Zahnbreite: 2 Millimeter

- Zahnlücke: 4 Millimeter

- Zahnlückentiefe: 5 Millimeter

Bei dieser Dimensionierung stellt sich eine durchschnittliche Spachtelmassen-Schichtdicke von rund 2 Millimetern ein. Ist der Untergrund sehr uneben, steigt der Verbrauch. Für den Aufbau spielt das allerdings keine Rolle, da die Unebenheiten so oder so ausgeglichen werden müssen. Denn ein Bodenbelag soll fach- und sachgerecht installiert werden und zwar unabhängig davon, ob die Masse mit einem Glätter oder Rakel verarbeitet wird. Spart man an dieser Stelle Material oder "kratzt" man sogar auf dem Untergrund, kann keine hinreichend ebene Spachtelfläche entstehen. Die Menge reicht dann einfach nicht aus, um den Verlaufseffekt in Gang zu setzen.

"Auch die Rakelbreite nimmt Einfluss auf den Verlaufseffekt. Es gilt die Faustregel: Je breiter, umso höher ist der Verbrauch. Die gängigen 60 Zentimeter breiten Rakel stellen in dieser Hinsicht einen auf vielen Baustellen bewährten Kompromiss dar.", bemerkt Lorenz Runge.

Bei den Rollrakeln legt die Ringdicke den Abstand der Walze zum Untergrund fest, wodurch die Durchflussmenge automatisch geregelt ist. Anders als bei Zahnrakel wird die Spachtelmasse während der Verteilung allerdings nicht erneut durchmischt.

Empfohlene Methode

Ist der Untergrund sach- und fachgerecht vorbereitet, kann mit dem Spachteln begonnen werden. Zur Vorbereitung zählt dabei auch die Kontrolle, ob der Randdämmstreifen, auch Spachtelstopper genannt, der die Estrichplatte bei schwimmenden Konstruktionen vom Baukörper trennt, durchgängig zu etwa 10 Millimetern aus den Randfugen herausschaut. Er verhindert, dass die Randfugen beim Spachtelauftrag volllaufen und so unerwünschte Einzwängungen oder Schallbrücken entstehen.

Fehlt der Streifen in der Renovierung muss ein neuer Randdämmstreifen gesetzt werden.

Eine gute Vorbereitung

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Der optimale Anrührprozess: Zwei Minuten mit voller Leistung durchrühren, eine halbe Minute warten, abschließend kurz aufrühren.

Egal ob die Spachtelmassen mittels Glätter, Zahn- oder Rollrakel verteilt werden: Die Entscheidung über den Erfolg der Arbeit beginnt immer mit der Vorbereitung. Hierzu einige wichtige Hinweise, die durchaus entscheidend seien können:

- Die Saugfähigkeit des Untergrundes ist im hohen Maße dafür verantwortlich, ob eine Spachtelmasse von selbst verlaufen kann oder nicht. Der Zusammenhang ist simpel: Entzieht ein stark saugender Untergrund einer frischen Masse das Wasser, stockt diese. Diesem Risiko kann man allerdings durch gründliches, sattes Grundieren vorbeugen.

- Die Menge des Anmachwassers gibt die Rezeptur einer Spachtelmasse vor. Nur im korrekten Wasser-Pulver-Verhältnis entsteht das Produkt, dessen Eigenschaften im Technischen Merkblatt beschrieben sind. Zuviel Wasser ist schlecht, denn es droht eine Entmischung der Spachtelmasse. Zuwenig Wasser ist aber ebenfalls schlecht, da die Masse dann nicht läuft. Das Anmachwasser sollte daher immer möglichst genau dosiert werden.

- Die Geräte, wie der Rührer und das Rührgerät sollten so robust sein, dass sie nach dem 3. oder 4. Anrührvorgang nicht bereits kapitulieren. Empfehlenswert sind kraftvolle Rührgeräte mit dreiflügeligem Hochleistungsrührer.

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Die angerührte Masse wird vollständig aus dem Anrührtopf auf den Untergrund gekippt und in die Randbereiche verteilt.

- Die Anrührzeit sollte stets lang genug bemessen sein, sodass sich alle Rezepturbestandteile im Wasser lösen können. Erst dann entfalten Spachtelmassen die angegebenen Produkteigenschaften. Optimal ist folgendes Vorgehen: Zunächst wird zwei Minuten unter voller Leistung gerührt, dann eine Pause von einer halben Minute eingelegt. Abschließend sollte man die Masse noch einmal kurz aufrühren und danach sofort verarbeiten. Nur dann erreicht die Spachtelmasse ihre volle Qualität.

- Das Anrührgebinde sollte zwischendurch von anhaftenden, bereits erhärteten Resten befreit werden. Andernfalls können solche Verunreinigungen den Aushärteprozess bereits im Anrührtopf auslösen und so zur beschleunigten Andickung der nächsten Anmischung führen. Dadurch würde die Masse nicht gut verlaufen.

- Die klimatischen Bedingungen vor Ort haben Einfluss auf das Endergebnis. Wie alle Verlegewerkstoffe sollte daher auch die Spachtelmasse ausreichend temperiert sein.

Ist die Masse angerührt, wird sie zunächst vollständig aus dem Anrührtopf auf den Untergrund gekippt und in die Randbereiche verteilt. Anschließend wird die Ausgleichsmasse abgezogen. Dazu wird die Rakel an der Wand angesetzt und gleichmäßig in die Richtung des Körpers gezogen.

Die richtige Körperhaltung

Auch wenn nichts anderes griffbereit ist: Der Stiel eines Kehrbesens sollte ebenso wenig als Griffstange für die Rakel in Frage kommen wie ein kurzer, dünner Holzstiel aus dem Baumarkt oder eine ausziehbare Stange von nur maximal 1,60 Metern Länge. Vielmehr empfiehlt es sich, eine Teleskopstange einzusetzen, die in zusammengeschobenem Zustand bereits mindestens 2 Meter misst. Nur dann ist ein Arbeiten in aufrechter Position möglich.

Eine sichere Befestigung

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Ist die Verbindungsstelle von Stab und Aufnahme des Rakels abgekebt, rutscht der Stab nicht ab.

Damit der Stab sicher und fest in der Aufnahme der Rakel sitzt, ist ein Einrastmechanismus hilfreich. Sind Stab und Aufnahme darauf nicht ausgelegt, hilft vielfach auch das Abkleben der Verbindung mit einem guten Klebeband, um ein mögliches Herausrutschen des Stiels zu verhindern.

Sollte das Rakelschwert während der Arbeit vom Stiel verloren gehen, muss man in die frische Spachtelmasse hineinlaufen. Dafür bieten sich sogenannte Nagelschuhe an. Abhängig von der vorgesehenen Schichtdicke der Spachtelmasse müssen diese Spezialsandalen, die unter die Arbeitsschuhe geschnallt werden, entsprechend lange Nägel aufweisen.

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Profilierte Gummistiefel sind eine Alternative zum Nagelschuh.

Besonders lange Nägel erfordern Bewegungen mit Bedacht. Schnelles Laufen kann auch schnell zu Ausrutschern führen. Daher kann es einfacher sein, sich Gummistiefel zuzulegen. Hohe, profilierte Gummistiefel lassen sich leicht reinigen und man kann sich mit ihnen sicher in der Spachtelmasse bewegen. Pfiffige Bodenleger haben zudem eine weitere Alternative gefunden: Fußballschuhe mit Stollenbesatz.

   

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In der Verarbeitung muss sich vor dem Rakel stets eine Bugwelle ausbilden. Dann ist ausreichend Material vorhanden.
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Die Anmischungen sind im Raum zickzackartig einzubringen, nicht schleifenweise. Nach dem Motto: frisch in frisch

Verteilen der Spachtelmasse

Zieht man die Rakel durch eine frisch aufgegossene Masse, baut sich in der Folge eine Bugwelle vor diesem auf. Das ist wichtig, um viel Material vor dem Rakel herführen zu können. Dahinter sollte dagegen nur die Menge verbleiben, die auch die gewünschte Schichtdicke darstellt.

Die einzelnen Anmischungen sollten im Raum zickzackartig verarbeitet werden, nicht schleifenweise. Nur mit der Methode "frisch in frisch" entstehen unsichtbare Übergänge.

Seitliche Bewegungen des Rakels, sprich Bewegungen in Längsrichtung des Gerätes, sind unbedingt zu vermeiden. Durch sie würde Material vom Untergrund weggeschoben und deutlich sichtbare Unebenheiten, die nicht mehr zusammenlaufen, würden entstehen.

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Die Einstellung der Stifte bestimmt die spätere Schichtdicke der Spachtelmasse.

Wird eine höhere Schichtdicke als das Standardmaß von zwei Millimetern gewünscht, benötigt man einen so genannten Stiftrakel. Dieser hat zwei höhenverstellbare Metallstifte von etwa fünf Millimetern Durchmesser, die links und rechts an den Außenseiten montiert sind. Um die höhere Schichtdicke zu erreichen, löst man die Schrauben und lässt die Stifte nach unten herausragen. Auf diese Weise berühren beim Rakeln nur die beiden Stifte den Untergrund. Die Zahnleiste ist entsprechend angehoben, so dass sich die gewünscht höhere Schichtdicke aufbauen lässt.

Im Laufe der Verarbeitung können sich die Schrauben durchaus lockern, wodurch die Stifte ihre voreingestellte Position verlieren könnten. Daher sollte die Schichtdicke zwischendurch stichprobenartig kontrolliert werden.

Teamarbeit mit eigenen Gesetzen

Während bei der Verarbeitung mit der Glättkelle immer derjenige warten muss, der die Spachtelmasse anrührt, ist es beim Rakeln meist genau umgekehrt. Weil diese Technik deutlich schneller ist, kommt derjenige, der anrührt, mit dem Ansetzen des nächsten Eimers nicht immer im gleichen Tempo hinterher. Daher bietet es sich an, zwei bis drei Mischungen vorzulegen und erst dann mit dem Rakeln zu beginnen. Eine hinreichende Anzahl an Anrührgebinden sollte dabei selbstverständlich sein.

Eine gründliche Reinigung ist wichtig

Wer Kosten reduzieren will, muss Wert auf den Erhalt seines Werkzeugs legen. Selbstverständlich sollte es sein, den Rührer direkt nach jedem Rührvorgang in einem separaten Gefäß mit sauberem Wasser kurz mit voller Leistung rotieren zu lassen. Die Reinigung erfolgt dabei fast von selbst.

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Zum Reinigen ist eine harte Spülbürste von Vorteil.

Wie die Spachtelkelle, so muss auch die Rakel nach getaner Arbeit gesäubert werden. Das ist schon alleine notwendig, um die Halterung der Zahnleiste langfristig nutzen zu können. Ganz gleich, mit welchem Druck die Rakel über den Boden gezogen wird, in jedem Fall öffnet sich der Spalt, in den die Zahnleiste hineingeschoben wird. Ist dies geschehen, kann sich die Zahnleiste lockern. Sie fängt an zu wackeln und letztendlich läuft Spachtelmasse in den entstandenen Zwischenraum hinein. Daher sollte der Übergang von der Halterung zur Zahnleiste mit einem stabilen Klebeband abgeklebt und so geschützt werden.

Ohne entsprechende Pflege würde sich eine immer dickere Spachtelmassenschicht am Gerät aufbauen, bis die Rakel nicht mehr zu gebrauchen ist. Zum Reinigen ist eine harte Spülbürste von Vorteil. Bei einem Stiftrakel dürfen auch die Distanzstifte nicht vergessen werden. Sie sind so zu säubern, dass sie wieder leicht gängig sind.

Hat sich die Zahnleiste nach einiger Zeit abgenutzt, muss diese ausgetauscht werden.

Nachbehandlung der frischen Spachtelmasse

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Zehn Millimeter lange Stacheln eignen sich gut für Schichtdicken bis fünf Millimeter. Längere Stacheln sind bei Schichtdicken ab fünf Millimetern notwendig.

Hochwertige Spachtelmassen sind auf bestmöglichen Verlauf, gutes Füllvermögen und eine optimale Entlüftung getrimmt. Dennoch können von einer zur anderen Anmischung mehr oder weniger deutliche Übergänge entstehen. Um die Oberfläche in diesen Bereichen zusätzlich zu egalisieren, ist die Stachelwalze die erste Wahl. Verständlicherweise darf dieses "Nachstacheln" nur in einer noch frischen, völlig flüssigen Masse vorgenommen werden. Dieser Arbeitsschritt ist kein Muss, aber häufig von sichtbarem Vorteil. Denn dadurch wird die Masse zusätzlich angeregt, noch ein bisschen mehr zu verlaufen bis die Oberfläche einer Glasscheibe gleicht.

Bei diesem Vorgang wird die Rolle an einer möglichst langen Stange in aufrechter Haltung in langsamen, gleichmäßigen Bewegungen über den Boden geführt. Die Rollenwalzen sind mit Kunststoffstacheln gleicher Länge zwischen 10 und 35 Millimetern besetzt. Die zehn Millimeter langen Stacheln eignen sich gut für Schichtdicken bis fünf Millimeter. Längere Stacheln sind bei Schichtdicken ab fünf Millimetern notwendig.

Entscheidend für saubere Ergebnisse ist die Geschwindigkeit. Je schneller gerollt wird, desto mehr spritzt das Material. Wer vermeiden möchte, dass die umliegenden Wände mit Spachtelmasse besprenkelt werden, sollte etwas ruhiger arbeiten. Eine Alternative können ansonsten Walzen mit Spritzschutz sein.

Wer richtig "stachelt", führt die Walze ohne Druck durch die frisch aufgebrachte Spachtelmasse. Dieses geschieht langsam, im spitzen Winkel und ohne große Drehdynamik.

Trotz ihrer homogenen, besonders glatten Oberflächen können Stachelspuren auch nach Erstarren ultra-glatter Massen sichtbar zu Tage treten. Ertasten lassen sie sich dagegen nicht. Es sei denn, zwischen dem Einbringen der Spachtelmasse und dem "Stacheln" liegt ein größerer Zeitraum. Zieht die Masse zum Zeitpunkt der Bearbeitung mit der Stachelwalze bereits an, können die Spuren auch gefühlt werden.

Die Rakeltechnik gibt allen am Boden aktiven Berufsgruppen eine einfache, aber ausgesprochen wirkungsvolle Möglichkeit, Flächen von besonderer Oberflächengüte zu erstellen. Derartig glatte Spachtelflächen sind die wichtigste Ausgangsbasis, beispielsweise für die Verlegung von elastischen Bodenbelägen.

Autor: Lorenz Runge, Thomsit-Fachberater