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Qualität des Radon-Labors des BfS bestätigt

Das Radon-Kalibrierlabor des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) ist als einziges Labor in Deutschland auch weiterhin berechtigt, Messgeräte für Radon und Radonfolgeprodukte zu kalibrieren. Es ist nach der neuen DIN-Norm für Prüf- und Kalibrierlabore akkreditiert.

Radon-Kalibrierlabor
Radon-Kalibrierlabor mit 0,4-Kubikmeter-Edelstahlbehältern, Mess- und Steuerungssystem und Dosiersystem. (Abb.: BfS)

Das Radon-Kalibrierlabor des BfS ist bereits seit 1999 akkreditiert. Die zugrundeliegende Norm wird zum Ende des Jahres durch die neue DIN EN ISO/IEC 17025:2018 ersetzt, die zahlreiche Änderungen enthält. Das BfS hat die Umstellung auf die neue Norm erfolgreich absolviert.

Die DIN EN ISO/IEC 17025:2018 legt die allgemeinen Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien fest und bildet die Grundlage für eine Akkreditierung in diesem Bereich. Die Einhaltung der Norm ermöglicht es, Laborergebnisse technisch kompetent zu ermitteln und deren internationale Akzeptanz sicherzustellen. Mit der Reakkreditierung wird dem BfS dessen Kompetenz bestätigt, die Messgrößen „Radon-222-Aktivitätskonzentration in Luft“ sowie „Potentielle Alpha-Energiekonzentration der kurzlebigen Radon-222-Folgeprodukte in Luft“ auf ein nationales Normal zurückzuführen und Messgeräte für diese Größen zu kalibrieren. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat die Akkreditierungsurkunde im April 2020 ausgestellt.

BfS darf Messgeräte kalibrieren

Damit können Institutionen, die Radon-Messungen zu eigenen Zwecken durchführen oder als Dienstleistung anbieten, ihre Messgeräte beim BfS kalibrieren lassen. So wird gewährleistet, dass die Geräte korrekte und genaue Messergebnisse liefern und dass die Ergebnisse unterschiedlicher Messgeräte miteinander vergleichbar sind.

Qualitativ hochwertige Radon-Messungen bilden die Grundlage, um erfolgreich gegen erhöhte Radon-Werte in Wohnungen und an Arbeitsplätzen vorzugehen und so das Lungenkrebsrisiko zu verringern. Auch ob Maßnahmen gegen Radon die gewünschte Wirkung zeigen, lässt sich nur durch Messungen feststellen. An Arbeitsplätzen, an denen sich erhöhte Radon-Werte nicht vermeiden lassen, sind dauerhaft Radon-Messungen erforderlich.

BfS empfiehlt Radon-Messungen

Erhöhte Radon-Werte in Innenräumen treten insbesondere in Mittelgebirgsregionen auf, da dort mehr Radon im Boden entsteht als in anderen Gebieten Deutschlands. Eine Orientierung bieten die Karten des BfS . Das BfS empfiehlt Radon-Messungen insbesondere in Regionen mit höheren Radon-Vorkommen. Solche Messungen sind auch für Privatpersonen erschwinglich. Wer selbst messen möchte, kann sich hier informieren.

Bis Ende 2020 werden die Bundesländer außerdem sogenannte Radon-Vorsorgegebiete ausweisen. Dort entstehen neue Pflichten zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen: An Arbeitsplätzen im Keller und im Erdgeschoss müssen Radon-Messungen durchgeführt und abhängig vom Ergebnis Maßnahmen zur Senkung der Radon-Konzentration ergriffen werden.

Rechtlich verbindliche Messungen an Arbeitsplätzen können nur Einrichtungen durchführen, die über eine entsprechende Anerkennung des BfS verfügen. Hierfür müssen sie unter anderem nachweisen, dass sie Messgeräte verwenden, die kalibriert sind oder erfolgreich an einer Qualitätsprüfung des BfS teilgenommen haben. Eine Liste der vom BfS anerkannten Messstellen ist unter www.bfs.de/radon-messen verfügbar.