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Perspektiven wechseln, Schimmel erfolgreich sanieren

Tapete runter, Putz ab, Schimmel weg. Dass es bei der Sanierung von Schimmelschäden um viel mehr geht, darüber sind sich Experten einig. Am 21. März 2019 lädt die B+B-Redaktion zu einem interdisziplinären Austausch über Analyse, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzen in Gebäuden ein: Die Berliner Schimmelpilzkonferenz findet zum neunten Mal statt.

Schimmelpilzkonferenz Schimmelpilzbefall
So vielfältig wie die Materialien, die von Schimmelpilzen befallen werden, sind die Perspektiven auf Schimmelpilzbefall in Gebäuden. (Abb.: B+B BAUEN IM BESTAND/ L.Papierak)

Schimmelpilze in Gebäuden werden meist dann zum Thema, wenn Nutzer einen Befall festgestellt haben. Manchmal lösen Schimmelpilze gesundheitliche Beschwerden bei in betroffenen Räumen lebenden Personen aus. Wie sich diese äußern, hängt wiederum von der gesundheitlichen Konstitution des Einzelnen ab. Für bestimmte Risikogruppen können Schimmelpilze in der Raumluft lebensgefährlich sein.

In der Regel wird es vor der Entfernung eines Schimmelbefalls Expertenrat gesucht. Handelt es sich um eine größere Fläche, bestimmt der Experte oder die Expertin sowohl das Ausmaß, manchmal, oft in Abhängigkeit von betroffenen Risikogruppen, auch die Zusammensetzung, also die im Befall vorkommenden Arten. Hieran sind wiederum Labore beteiligt, die die entsprechenden Bewertungsschemata kennen und anwenden können.

Für diejenigen, die die Sanierung übernehmen, gelten während der Arbeit erhöhte Schutzanforderungen, um gesundheitliche Gefahren auszuschließen. Um die Arbeiten rechtssicher durchführen zu können, muss vorab eine Gefährdungsbeurteilung erstellt werden. Außerdem können in Altbauten weitere Gefahren lauern – etwa durch Asbest.

Eine weitere Perspektive auf die Sanierung von Schimmelschäden haben Hausbesitzer oder Immobiliengesellschaften. Typische Fragen sind etwa: Wie viel muss mindestens gemacht werden? Kann Schimmel mit einem Lüftungskonzept vorgebeugt werden? Wer darf die Sanierung übernehmen?

Gewerke müssen sich austauschen

Der kurze Abriss zeigt: Schimmelpilzschäden in Gebäuden werfen diverse Fragen auf, die nur von Experten verschiedener Disziplinen beantwortet werden können. Diese finden sich im Programm der 9. Berliner Schimmelpilzkonferenz wieder.

Die Zusammensetzung des Programms ermöglicht Einblicke in die verschiedenen Perspektiven der Schimmelsanierung und damit einen intensiven Austausch. Ergänzt wird die Veranstaltung von einer Fachschau, an der sich Produkthersteller und Anbieter von Analysewerkzeugen und -Dienstleistungen gleichermaßen beteiligen.

Diese Themen erwarten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der 9. Berliner Schimmelpilzkonferenz:

  • Ableitung von mikrobiologischen Bewertungskategorien aus Routineergebnissen,

  • das Konzept der Bewertung von Schimmelschäden über die Hintergrundbelastung,

  • mikrobiologische Bewertung von Baustoffen und Beschichtungen,

  • Sanierung von Feuchteschäden – Beispiele aus der Praxis,

  • bauphysikalische Ursachen für Schimmelbefall,

  • Gesundheitsgefahren durch Schimmelbelastungen und Schutzmaßnahmen während der Sanierung,

  • Systeme der Wohnungslüftung im Kontext hygienischer und energetischer Ansprüche.

Hier geht’s zu weiten Informationen und Anmeldung