zurück

Neue Broschüre zur Steildachsanierung

Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie hat eine neue Broschüre zur Steildachsanierung aufgelegt. Hersteller- und produktneutral vergleicht sie insgesamt sieben Sanierungsvarianten des geneigten Daches unter Energieeffizienz-, Wirtschaftlichkeits- und Kostengesichtspunkten.

Broschüre Dachsanierung
Die Broschüre vergleicht hersteller- und produktneutral insgesamt sieben Steildachsanierungsvarianten. (Abb.: Bundesverband Ziegel)

Die Bundesregierung hat sich ambitionierte Ziele gesteckt: Bis zum Jahr 2050 soll ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei der Dachsanierung zu. Denn aktuell sind mehr als zehn Millionen Dächer in Deutschland schlecht oder gar nicht gedämmt. Um Gebäudeenergieberater, Fachhandwerker und private Bauherren in die Lage zu versetzen, dies zu ändern und die richtigen Entscheidungen bei anstehenden Sanierungsprojekten zu treffen, hat der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie die Broschüre „Empfehlungen und Standarddetails für die energetische Sanierung von geneigten Dächern“ herausgebracht. Sie informiert über die Vorteile und technischen Möglichkeiten der energetischen Steildachsanierung.

Hersteller- und produktneutral vergleicht die neue Broschüre insgesamt sieben Sanierungsvarianten des geneigten Daches: die Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle, Zellulose und Holzfaser sowie die Aufsparrendämmung mit Holzfaser-, Phenolharz-, Polyurethan- und Mineralwolldämmplatten. Für die Erreichung des EnEV-Standards liegt die Kombination aus Zwischen- und Aufsparrendämmung mit Holzfasern oder Mineralwolle vorn. Hinsichtlich des Kostenaspekts punktet die Aufsparrenvariante mit PU-Hartschaum. Um die optimale Sanierungsvariante zu finden, empfiehlt sich eine umfassende Analyse durch einen Gebäudeenergieberater hinsichtlich der Tragfähigkeitsreserve, der energetischen Performance, der verbauten Materialien und etwaiger Schadensrisiken.

Hohes Einsparpotenzial vorhanden

Eine Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz FIW München offenbart ein enormes Einsparpotenzial: Bereits eine Erhöhung der Sanierungsquote im Dachbereich von aktuell 1,3 auf 2,0 Prozent würde eine Reduktion der CO2-Emissionen um 94 Millionen Tonnen bis 2050 bewirken – und damit einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Die Broschüre „Empfehlungen und Standarddetails für die energetische Sanierung von geneigten Dächern“ stellt der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie kostenfrei auf seiner Internetseite zum Download zur Verfügung.