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Nachfolger gesucht? Diese Website hilft.

Auf der unabhängigen Informationsplattform Nachfolge-in-Deutschland.de zur Unternehmensnachfolge stellt das interdisziplinäre Forschungsinstitut für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen (EMF-Institut) der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin Wissen, Checklisten und einen interaktiven Fahrplan zur Verfügung. Nach einem Relaunch ist das Portal vor kurzem mit neuen Funktionen und im neuen Design online gegangen.

Unternehmensnachfolge
Egal ob Unternehmens-Übergabe, familieninterne Übernahme, betriebsinterne oder -externe Übernahme, die Website soll für jede Unternehmensnachfolgevariante Informationen und Hilfestellung bieten. (Abb.: EMF-Institut / HWR Berlin)

Nach dem Relaunch des öffentlich zugänglichen Portals stünden den Nutzern verbesserte Filter- und Suchfunktionen und eine optimierte Benutzeroberfläche zur Anwendung des umfangreichen Toolkits zur Verfügung, so das EMF-Institut. „Wir sind sehr stolz auf dieses erweiterte Online-Angebot im neuen, ansprechenden Look, das jetzt noch benutzerfreundlicher und effektiver in der Anwendung ist “, sagt Prof. Dr. Birgit Felden, Professorin für Mittelstand und Unternehmensnachfolge an der HWR Berlin. „Unternehmerinnen und Unternehmer, für die die Nachfolgefrage relevant ist oder wird, bekommen einen wahren Wissensschatz und praktische Hilfestellungen, um diese große Aufgabe anzugehen und erfolgreich zu meistern.“

Die Webseite Nachfolge-in-Deutschland.de

Der Schnelleinstieg über die Auswahl der passenden Perspektive (Unternehmens-Übergabe, Familieninterne Übernahme, Betriebsinterne und -externe Übernahme) führt den Nutzer zu den jeweils relevanten Informationen. Für einen allgemeinen Einstieg in das Thema Nachfolge bietet eine Einstiegsseite Antworten auf die häufigsten Fragen und Links zu weiterführenden Informationen. Über eine Deutschland-Karte erhalten Interessierte gezielt Informationen, Tipps und Ansprechpartner in der jeweiligen Region.

Tools wie der Nachfolg-O-Mat und ein KMUrechner sollen bei der Vorbereitung und strukturierten Umsetzung der Unternehmensnachfolge helfen. Mit dem Nachfolg-O-Mat können Nutzer den eigenen Wissenstand zur Unternehmensnachfolge abfragen, differenziert aufbereitet für die vier unterschiedlichen Nutzergruppen. Der Nachfolg-O-Mat identifiziert Wissenslücken und verlinkt individuell zu einem Nachfolgewiki, um diese zu schließen. Dabei werden keine personenbezogenen Merkmale erfasst, die einen Rückschluss auf einzelne Nutzer zulassen. Seit dem Start im Jahr 2013 haben rund 50 000 Personen den Nachfolg-O-Mat verwendet. Die Ergebnisse werden nach wissenschaftlichen Standards ausgewertet und geben der Politik wertvolle Erkenntnisse. Diese dienen zum Beispiel für den optimalen Zuschnitt von geeigneten Fördermaßnahmen.

Der KMUrechner vermittelt, wie man Unternehmen betriebswirtschaftlich fundiert bewertet und berechnet auf Basis individueller Eingaben einen Unternehmenswert. Das Tool eignet sich sowohl für Berater als auch Käufer und Verkäufer. Leicht verständliche Erklärungen und Beispiele unterstützen auch kaufmännisch ungeübte User bei allen Schritten. Der KMUrechner verdeutlicht neben dem Unternehmenswert den Unterschied zwischen Wert und Preis und berechnet die Finanzierbarkeit eines Kaufpreises. Der KMUrechner Version 2020.1 ersetzt die bisherige Betaversion. Er wurde in einem neuen Design aufgesetzt und sei deutlich schneller geworden, so das EMF-Institut. Der KMUrechner ist frei zugänglich und kostenfrei. Es werden keine persönlichen Daten abgefragt, alle Eingaben sind anonym. Schon mit wenigen Angaben bekommen Nutzer ein erstes Ergebnis. Je detaillierter die Eingaben, desto genauer wird der Wert berechnet.

Darüber hinaus können mit dem interaktiven Nachfolgefahrplan die wichtigsten Stationen mit einem Klick abgefahren werden. Und im Nachfolgewiki finden Nutzerinnen und Nutzer umfangreiche weiterführende Informationen. Alle Angebote der Website sind kostenfrei, anonym und ohne Registrierung frei zugänglich. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanzierten dreijährigen Forschungsprojektes STARTS werden diese Seiten laufend umfassend ergänzt und optimiert.