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Montagedetails für Innendämmung erklärt

Bei der Montage von kapillaraktiven Systemen zur Innendämmung tauchen oft Fragen nach kritischen Details auf, wie der Befestigung oder dem Anschluss von Installationen. Der Hersteller Knauf Aquapanel hat für sein Produkt „TecTem Insulation Board Indoor“, einem diffusionsoffenen System zur Innendämmung, Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt.

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Eine luftdichte Einführung der Dose verhindert, dass kalte Zugluft bei direkt geführten Leitungen an das Mauerwerk gelangt. (Abb.: KNAUF AQUAPANEL GmbH/R. Wichert)

Schalter und Steckdosen installieren

Vor oder nach dem Verkleben der Dämmplatten gibt es mehrere Möglichkeiten für die Montage von Steckdosen und Schaltern. Dazu bieten mehrere Hersteller eine breite Palette hochwertiger und schnell zu montierender Dosen an. Für eine nachträgliche und sichere Verankerung der Einbaugeräte mit entsprechenden Geräte-Verbindungsdosen wird mit einem Hartmetallfräser die Dämmung passgenau und nur so tief wie nötig geöffnet. Die Dosen werden in den Hohlraum eingedrückt und durch die Schwenkschneiden fixiert, die der Dose sicheren Halt geben. Eine luftdichte Einführung der Dose verhindert, dass kalte Zugluft bei direkt geführten Leitungen an das Mauerwerk gelangt. Anschließend werden die Öffnungen der zugeschnittenen Dämmplatten beispielsweise mit „TecTem Füllmörtel verfüllt.


Innendämmung an hohen Wänden befestigen

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Bei hohen Wandhöhen über 3,80 m werden die Dämmplatten gedübelt. Dies erfolgt mit je einem Schraubdübel in der Plattenmitte. Nach ausreichender Erhärtung des Klebers kann mit dem Bohren begonnen werden. (Abb.: Knauf Aquapanel/R. Wichert)

Bei Wandhöhen über 3,80 Meter wird eine Verdübelung der Dämmplatten über die gesamte Wandhöhe erforderlich. Sie erfolgt mit je einem Schraubdübel in der Plattenmitte. Nach ausreichender Erhärtung des Klebers kann mit dem Bohren begonnen werden. Ein für Warm- Wandsysteme geeigneter Dübel wird in das Bohrloch eingesetzt und mit einem langsam drehenden Schrauber befestigt.

Die Dübel sind oberflächenbündig mit dem Dämmstoff anzubringen. Zuletzt werden die Schraubvertiefungen mit dem Füllmörtel geschlossen.

Nachträglich Geräte anbringen

Sollen nachträglich Geräte wie beispielsweise Leuchten an der gedämmten Wand montiert werden, können Mini-Geräteträger verwendet werden. Sie eignen sich für die nachträgliche Installation in gedämmten Wandflächen und bestehen aus einer Ankerhülse mit einem Befestigungskern. Für die Ankerhülse wird eine Einbauöffnung entsprechend der Vorgabe des Herstellers in die Dämmung gefräst, die Ankerhülse wandbündig in die Öffnung gedrückt und dann der Befestigungskern bis zum Einrasten eingedrückt. Montagezylinder und Montagequader für leichtere Lasten bietet zum Beispiel die Firma Dosteba an.

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Ein geeigneter Dübel wird in das Bohrloch eingesetzt und mit einem langsam drehenden Schrauber befestigt. (Abb.: Knauf Aquapanel/R. Wichert)

Schwerere Lasten sicher verankern

Bei der Verankerung von Dübeln für schwerere Lasten im Mauerwerk werden thermische Trennmodule eingesetzt, um Wärmebrücken beziehungsweise Lücken im Wärmeschutz zu verhindern. Ein solches Modul unterbricht den Wärmefluss in der Verankerung mit einem Anti-Kälte-Konus aus glasfaserverstärktem Hochleistungskunststoff.

Der Konus bei Trennmodulen des Herstellers Fisher ist zum Beispiel selbstschneidend und fräst sich bei der Montage direkt durch den Dämmstoff. Sonderwerkzeug wird nicht benötigt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.knauf-aquapanel.com