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Luftdichtheitskonzepte: Arbeitshilfe veröffentlicht

Sachverständige Energieberater und andere, die sich bei Sanierungsvorhaben mit der luftdichten Gebäudehülle befassen müssen, sind die Zielgruppe einer neuen Veröffentlichung des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V., Berlin).

Grobkonzept Luftdichtheit FLiB
Wie erstellt man ein Grobkonzept für die Gebäude-Luftdichtheit? Einen mit Tipps und Hinweisen ergänzten Überblick liefert eine neue FLiB-Broschüre. (Abb.: FLiB)

Anhand eines Musterbeispiels und ergänzt durch zahlreiche Tipps und Hinweise beschreibt der FLiB darin Aufbau und Inhalte der ersten Stufe eines Luftdichtheitskonzepts: das so genannte Grobkonzept. Die Broschüre „Luftdichtheitskonzept Teil 1: Grobkonzept“ steht zum kostenlosen Download auf dem Infoportal des Fachverbands bereit. Dort kann man auch die darin enthaltenen Prinzipskizzen einzeln herunterladen, um sie in eigene Konzepte einzubinden.

Sowohl die KfW-Bank als auch der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) des Bundeswirtschaftsministeriums schreiben dem Energieberater im Rahmen seines Sanierungskonzepts Vorgaben zur Luftdichtheitsplanung ins Pflichtenheft. Zu diesem frühen Zeitpunkt im Projekt liegen allerdings zahlreiche Informationen, die für eine detaillierte Planung nötig wären, noch gar nicht vor. Es lassen sich aber sowohl der Verlauf der luftdichten Ebene und dafür geeignete Materialien bestimmen. Auch sind voraussichtlich kritische Übergänge zwischen Bauteilen bereits erkennbar, die im weiteren Verlauf eine Detailplanung verlangen. Diese Angaben fasst der Energieberater in seinem Grobkonzept der Luftdichtheitsplanung zusammen und legt sie für die spätere Detail- und Ausführungsplanung verbindlich fest. Für sie ist dann der Fachplaner verantwortlich.

Um diese Abfolge und Arbeitsteilung besser abzubilden, hat nun der FLiB seinen bereits 2015 herausgegebenen „Leitfaden Luftdichtheitskonzept“ ebenfalls in die Stufen „Grobkonzept“ und „Detailplanung“ unterteilt und widmet Ersterem eine eigene, zusätzliche Broschüre. Deren Umfang und Terminologie wurden mit der KfW-Förderbank abgestimmt und entsprechen im Wesentlichen auch dem, was das iSFP-„Handbuch für Energieberater“ vorsieht: eine Bestandsaufnahme, die Festlegung, wo die luftdichte Ebene verlaufen soll, und das Sicherstellen, dass dichte Anschlüsse zwischen Bauteilen grundsätzlich möglich sind. Einen weiteren Fokus legt der Fachverband auf das Ausbilden luftdichter Durchdringungen.

Die Broschüre steht zum kostenfreien Download auf dem Portal luftdicht.info zur Verfügung.