zurück

Herbstforum Altbau: Noch schnell anmelden

Zum 20. Mal veranstaltet die Initiative Zukunft Altbau am 21. November 2018 das „Herbstforum Altbau“. Die Themen, die in Stuttgart auf dem Programm stehen, reichen von Fragen der Energieversorgung in Gebäuden bis zu energiepolitischen baukulturellen Entwicklungen. Die Anmeldung ist noch bis zum 9. November möglich.

Herbstforum Altbau 2017
Zum 20. Mal veranstaltet Zukunft Altbau das Herbstforum Altbau – und erwartet wieder rund 450 Teilnehmer. (Abb.: Zukunft Altbau)

Die Tagung zur energetischen Sanierung versammelt jährlich rund 450 Fachleute aus der Sanierungsbranche zum Erfahrungsaustausch und Diskurs. Im Fokus stehen die Effizienz von Wärmepumpen, die Erneuerung von Heizungsanlagen, energiepolitische Entwicklungen sowie der Wandel in Wohn- und Baukultur. Neben Referenten aus Forschung, Politik und Wirtschaft werden zahlreiche Gebäudeenergieberater, Baufachleute, Architekten und Ingenieure erwartet.

Die Veranstaltung wird von einer ganztägigen Fachausstellung zur energieeffizienten Gebäudesanierung ergänzt.

Zukunft Altbau hat die Veranstaltung klimafreundlich konzipiert: Die Akademie liegt direkt am Hauptbahnhof, eine Anreise mit dem öffentlichen Fern- und Nahverkehr ist daher besonders komfortabel. Beim Catering gibt es frische regionale, vegetarische Kost – auch um den Kohlendioxidausstoß nicht weiter zu erhöhen. Unvermeidbare CO2-Emissionen werden über den Karlsruher Klimafonds kompensiert.

Zehn Vorträge werden angeboten

Nach der Begrüßung durch Frank Hettler, Leiter von Zukunft Altbau, folgen zehn Fachvorträge über die Praxis der energetischen Gebäudesanierung und aktuelle Forschungsthemen. Mit einer Einschätzung zu „Bestand, Identität und Potenzial“ im Gebäudebereich wird der Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, Markus Müller, zu Beginn ein Grußwort an die Teilnehmenden schicken.

Im Anschluss referiert Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, über die aktuelle Energie- und Klimapolitik im Land. Die Schnittstelle zwischen globaler Klimapolitik und lokalem Handeln beleuchtet Dr. Camilla Bausch, Direktorin des Ecologic Instituts in Berlin. Die Expertin kennt sich aus mit den Entwicklungsszenarien und erläutert die Folgen von Beschlüssen genauso wie die Folgen von Untätigkeit.

Die anschließenden drei Vorträge zeigen den Nutzen von Wärmepumpen und der Sanierung von Heizungsanlagen. Zunächst stellt Danny Günther vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE neue Messergebnisse zur Effizienz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden vor. Über die Kombination einer Wärmepumpe mit einem Wärmeerzeuger spricht Jörg Knapp vom Fachverband Sanitär-Heizung-Klima. Als Fachberater bietet er Einblicke in den Einsatz von Hybridwärmepumpen aus der Heizungspraxis. Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, erklärt im Anschluss, wie Energiebedarf und Temperaturbedarf einer Heizung durch Modernisierungsmaßnahmen gesenkt werden können und spricht allgemeine Empfehlungen für die Sanierung von Heizungsanlagen aus.

Fassaden seriell sanieren

Nach der Mittagspause thematisiert Dr. Henning Austmann von der Hochschule Hannover in seinem Vortrag die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels, auch jenseits der Wohn- und Baukultur. Technik und Politik haben in den vergangenen Jahren kaum nennenswerte Fortschritte – geschweige denn die notwendigen Erfolge – erzielen können. Es brauche daher ein Umdenken und einen kulturellen Wandel, damit der Klimawandel nicht die Existenz auf der Erde zerstört.

Michael Flach von der Universität Innsbruck erklärt anschließend, wie ein neues Fassadensystem ökologische Sanierungen optimiert. Kurze Bauzeiten durch serielles Sanieren, gesicherte Qualitätsstandards, ein ambitioniertes Energiekonzept und die Verwendung ökologischer Baustoffe kennzeichnen den überzeugenden Ansatz aus Österreich. Ein Einblick von Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Frankfurt Holding, in das Geschäft mit Passivhäusern beendet das Tagungsprogramm. In den Wohnungen der Holding wohnt rund ein Viertel der Frankfurter Bevölkerung: Passivhaussanierungen, die Beteiligung an einem Carsharing-Anbieter sowie energetisch ambitionierte Sanierungen, deren Mehrkosten für die Mieter über verhältnismäßig geringe Anstiege der Warmmieten tragbar bleiben, sind für diese kein Fremdwort mehr. Zum Abschluss der Veranstaltung bietet sich die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Referenten und Fachausstellern aus der Bau- und Sanierungsbranche.

Die Anmeldung ist bis zum 9. November 2018 auf der Website von Zukunft Altbau möglich.