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GUEP-Planertag: Der Instandhaltung gehört die Zukunft

Dem Schutz und der Instandhaltung von Betonbauwerken kommt in Zukunft eine immer größere Bedeutung zu. Entsprechend stehen die technischen Herausforderungen bei der Planung und Ausführung von Maßnahmen zur Betoninstandhaltung im Mittelpunkt des 13. „GUEP Planertages“, der am 28. November 2018 in Köln stattfindet.

GUEP-Planertag 2017 Michael Fiebrich
Dr.-Ing. Michael Fiebrich, Bau Ingenieur Sozietät Sasse & Fiebrich, Aachen und Vorsitzender der GUEP, Krefeld, hier beim vorjährigen Planertag, wird die Veranstaltung mit einem Update zur Instandhaltung 2018/2019 eröffnen. (Abb.: B+B BAUEN IM BESTAND/P. John)

Renommierte Referenten informieren unter anderem über aktuelle Entwicklungen und Änderungen in den Regelwerken zur Instandhaltung von Beton. Parallel dazu lädt eine Fachausstellung mit Produkten und Dienstleistungen rund um die Betoninstandhaltung zum Austausch ein. Der jährlich stattfindende Expertentreff hat sich mittlerweile zur wichtigen Plattform für den Erfahrungsaustausch mit allen an der Betoninstandhaltung Beteiligten (Auftraggeber, Bauaufsicht, sachkundiger Planer, ausführendes Unternehmen) entwickelt.

Zum Start der Veranstaltung bezieht Dr.-Ing. Wilhelm Hintzen, Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin, zur Frage Stellung, wann mit ersten DIBt-Gutachten über technische Herstellerdokumenta-tionen zu rechnen ist und führt aus, ob die DIBt-Gutachtendokumente für den sachkundigen Planer ausreichend (auch im Sinne eines Produktenvergleichs) sein werden, um beurteilen zu können, ob alle Leistungsmerkmale das Anforderungsniveau erreichen, das sich aus den Bauwerksanforderungen ergibt.

Nach einer Vorstellung der Auswertung von zerstörenden Bohrkernprüfungen erläutert der Beitrag von Dr. Wolfgang Breit sowie Melanie Merkel von der Technischen Universität Kaiserslautern, Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen, die Einsatzmöglichkeiten und -grenzen der zerstörungsfreien Rückprallmessungen zur Feststellung der Bestandsfestigkeit eines Betons.

Neueste Forschungsergebnisse liegen dem Vortag von Prof. Christoph Gehlen, Technische Universität München, Centrum Baustoffe und Materialprüfung (cbm) zugrunde: Er spricht über Korrosionsrisiken und -mechanismen beim Instandsetzungsverfahren 8.3 „Erhöhung des elektrischen Widerstands durch Beschichtung bei chlorid-kontaminierten Rissen in Stahlbetonbauteilen“. Vor dem Hintergrund von noch laufenden experimentellen Laboruntersuchungen bietet er den Teilnehmern dabei bereits erste vorsichtige Aussagen über die Mechanismen der Korrosion in kontaminierten Rissen.

Auf die spezifischen Schadensmechanismen bei Biogasanlagen beziehungsweise Silageflächen aus Beton geht Dr. Matthias M. Middel von der B+M Ingenieur- und Consultinggesellschaft aus Bergisch-Gladbach ein. Dabei stellt er geeignete materialtechnische Untersuchungen zur Ist-Zustandsaufnahme und zur Klärung der jeweils zutreffenden Schadensmechanismen vor. Gleichzeitig liefert er Hinweise auf die zu beachtenden Regelwerke (Normen, Richtlinien) sowie auf die einschlägige Fachliteratur und stellt Konzepte möglicher Instandsetzungsoptionen mit Hinweisen auf Leistungsmerkmale für geeignete Instandsetzungsprodukte vor.

Das Referat von Dieter Rudat, Sachverständiger für Massivbau und Sachverständiger für Betoninstandhaltung, München, widmet sich alternativen Schutzmaßnahmen für Parkdeckflächen gemäß Tabelle 5 des DBV-Merkblatts zur Gewährleistung der Dauerhaftigkeit unter Berücksichtigung der Entwurfsgrundsätze. Dabei werden Schutzmaßnahmen für aufgehende Bauteile und die Ausführungsvarianten für Bauteile unter durchlässigen Belägen vorgestellt. Im Fokus steht hier außerdem die Frage, welche Schutzmaßnahmen dem Bauherrn nach derzeitigem Kenntnisstand bei WU-Bodenplatten mit rückseitiger Durchfeuchtung gemäß Tabelle 7 als dauerhafte Lösungen angeboten werden können.

Dipl.-Ing. Jörg de Hesselle, IBE-Ingenieure, Hennef, stellt die Einsatzmöglichkeiten und -grenzen quellfähiger Rissfüllstoffe anhand von Praxisbeispielen für den Einsatz von quellfähigen Rissfüllstoffen vor.

Der „GUEP-Planertag“ wird jährlich von der bundesweit tätigen Gütegemeinschaft Planung der Instandhaltung von Betonbauwerken e. V. (GUEP) ausgerichtet. Alle Informationen zur Veranstaltung finden sich auf der Webseite der Gütegemeinschaft .