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Grundsätze für das Monitoring von Brücken

Der Deutsche Beton- und Bautechnik-Verein e.V. (DBV) hat seine Merkblattsammlung um das Merkblatt „Brückenmonitoring – Planung, Ausschreibung und Umsetzung“ in der Rubrik „Bautechnik“ erweitert.

Cover DBV-Merkblatt Brückenmonitoring
Auf 54 Seiten zeigt das DBV-Merkblatt „Brückenmonitoring“ Anwendungsmöglichkeiten für das Überwachen von Brückenbauwerken auf. (Abb.: Beuth-Verlag)

Infolge der sich rasant entwickelnden technischen Möglichkeiten und des parallel wachsenden Bedarfs an Ertüchtigungen von Bestandsbauwerken gewinnt das Thema „Monitoring“ zunehmend an Bedeutung. Da es in diesem Bereich bisher keine Regelwerke, Leitfäden oder Handlungsempfehlungen gab, hat der DBV-Arbeitskreis „Brückenbau“ die Arbeitsgruppe „Monitoring“ gegründet. Diese hat das Merkblatt „Brückenmonitoring“ erarbeitet.

Es befasst sich zwar vorrangig mit Brücken, kann aber auch auf andere Ingenieurbauwerke übertragen werden. Denn unter „Monitoring“ versteht die Arbeitsgruppe einen Gesamtprozess, der mit der Definition der Überwachungsaufgabe beginnt, die Auswahl des Messsystems und der Datenerfassung beinhaltet und mit der Bewertung der Messergebnisse abschließt. Das Merkblatt beschreibt die Anwendungsmöglichkeiten innerhalb des Lebenszyklus von Brückenbauwerken, wobei der Schwerpunkt auf der Betriebsphase liegt. Aber auch in der Planungs- oder Neubauphase kann Monitoring sinnvoll sein. Bei der Nachrechnung von Brücken ist Monitoring bereits ein wesentlicher Bestandteil. Neben der Beschreibung der Anwendungsziele wird darüber hinaus diskutiert, wie Monitoring die Bewertung von Schäden unterstützen und als Instrument der Bauwerksprüfung fungieren kann. Zusätzlich werden Monitoring-Anwendungen für Instandsetzungs- und Verstärkungsmaßnahmen sowie den Rückbau von Bestandsbauwerken aufgezeigt. Neben den Anwendungsgrenzen erfolgt auch ein Ausblick auf die Lebenszyklusplanung durch Monitoring. Da Monitoring noch keine gängige beziehungsweise standardisierte Dienstleistung im Bauingenieurwesen darstellt, wird auch auf die Wirtschaftlichkeit von Monitoringmaßnahmen eingegangen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Deutschen Beton- und Bautechnik-Vereins .