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Fenster im Baudenkmal

„100 Jahre Bauhaus: Das Fenster und die Reduktion“ sowie die konservatorischen und musealen Anforderungen an Verglasungen sind die Schwerpunktthemen der von Fenster- und Haustürhersteller Pax organisierten 12. Pax Classic-Fachtagung am 17. und 18. Oktober.

Fenster im Baudenkmal
Das Pflegezentrum Heinemanhof in Hannover hat der Architekt Henry van de Velde Anfang der 1930er Jahre im Bauhausstil erbaut. Bei der umfassenden Sanierung lieferte Pax die stilgerechten Holz-Fenster in Schwarz. (Abb.: Pax AG)

Die Tagung findet in der Abtei Waldsassen statt und wird von den meisten Architektenkammern als Fortbildung anerkannt. Nach Vorträgen über den Bauhaus-Architekt Adolf Gustav Schneck und die Besonderheiten des Fensters im Bauhaus anhand der Sanierungsgeschichte der Landeszentrale für politische Bildung in Bad Urach, berichtet Dipl.-Ing. Architekt Jörg Schmitz aus Ulm über die Sanierung eines abbruchreifen mittelalterlichen Bürgerhauses nach 55 Jahren Leerstand.

Anschließend referiert Dipl.-Restaurator Manfried Eisbein r über objektbezogene Lösungsansätze zur Vermeidung von Schäden durch Infrarot- und ultraviolette Strahlen. Um Kunst- und Kulturgüter zu erhalten, müssen diese vor den schädigenden Strahlungen der Sonne geschützt werden. Dazu ist allerdings keine Verdunkelung mehr nötig, Verglasungen mit speziellen Filtereigenschaften, wie sie zum Beispiel in der Fensterlinie „Paxcuralux“ eingesetzt werden, reduzieren die schädlichen Lichtbestandteile auf ein Minimum.

Durch Kombination mit historisch anmutenden Glasoberflächen ist optimaler Schutz bei Erhaltung oder Wiederherstellung zeitgenössischer Optik durchaus möglich. Das ist der Tenor des gemeinsamen Vortrags von Dipl.-Ing. Andreas Galla und dem geschäftsführenden Gesellschafter der Glashütte Lamberts, Rainer Schmitt. Sie thematisieren die konservatorischen und musealen Anforderungen an Bauverglasungen in Denkmalpflege und Altbau.

Die Glashütte Lamberts in Waldsassen ist die einzige Manufaktur in Deutschland, die noch auf traditionelle Weise Flachglas herstellt und somit prädestiniert ist für Projekte in historischen Gebäuden. So wurde zuletzt die neue Uhrenverglasung für Londons Wahrzeichen „Big Ben“ in Waldsassen gefertigt. Kein Wunder also, dass Pax die Veranstaltung hierher verlegt hat. Eine Besichtigung der Glashütte steht genauso auf dem Tagungsprogramm wie weitere Vorträge sowie die Abendveranstaltung mit „Show-Cooking“. Anmeldungen sind noch bis zum 27. September 2019 auf der Website von Pax möglich.