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Restaurierung: Einheitliche Fortbildungsordnung in Kraft

Gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien sowie den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung eine neue Fortbildungsordnung für 19 Gewerke entwickelt, mit dem Ziel das handwerkliche Kulturerbe zu erhalten.

Fortbildungsordnung Restaurator - Klaus Rupp/pixelio.de
Die neue Fortbildungsordnung „Geprüfter Restaurator/Geprüfte Restauratorin im Handwerk“ soll sicherstellen, dass mit dem handwerklichen Kulturerbe richtig umgegangen wird. (Abb.: Klaus Rupp / pixelio)

Mit der am 18. Dezember 2019 in Kraft getretenen Fortbildungsordnung „Geprüfter Restaurator/Geprüfte Restauratorin im Handwerk“ werden rund 300 unterschiedliche Regelungen der Handwerkskammern abgelöst und vereinheitlicht. Die neue Fortbildungsordnung erstreckt sich auf das Buchbinder-, Gold- und Silberschmiede-, Graveur-, Holzbildhauer-, Karosserie- und Fahrzeugbauer-, Kraftfahrzeugtechniker-, Maler- und Lackierer-, Maurer- und Betonbauer-, Metallbauer-, Metallbildner-, Orgel- und Harmoniumbauer-, Parkettleger-, Raumausstatter-, Steinmetz- und Steinbildhauer-, Stuckateur-, Tischler-, Uhrmacher-, Vergolder- sowie Zimmererhandwerk. Bei Bedarf kann die Verordnung um zusätzliche Handwerksbereiche erweitert werden.

Übergreifende Handlungsbereiche der neuen Qualifikation sind die Pflege und Weitergabe des Kulturerbes sowie die Anwendung und Weiterentwicklung von Methoden zu dessen Erhalt, Restaurierung und Konservierung. Bei der Entwicklung entsprechender Konzepte sowie der Umsetzung, Koordinierung und Leitung von Maßnahmen liegt der Schwerpunkt auf gewerkespezifischen Handwerkstechniken, Materialien und Geräten. In diesem Zusammenhang sind auch Maßnahmen der Risiko- und Schadensprävention von Bedeutung. In der Prüfung ist neben einem gewerkespezifischen und einem gewerkeübergreifenden schriftlichen Teil auch eine Projektarbeit durchzuführen.

Die Qualifikation setzt eine erfolgreich abgelegte Meisterprüfung und eine mindestens einjährige Berufspraxis in einem der genannten Handwerke voraus. Abweichend davon ist eine Zulassung zur Prüfung auch möglich, wenn die entsprechenden Kompetenzen auf andere Weise nachgewiesen werden können. Weitere Informationen zur neuen Fortbildungsordnung „Geprüfter Restaurator/Geprüfte Restauratorin im Handwerk“ finden Sie im Internetangebot des BIBB .