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Einer für alle: 120 Geräte, ein Akku

Zehn Elektrowerkzeug-Hersteller haben mit „CAS“ ein gemeinsames Akku-System entwickelt. Mit diesem einen Akku-System können insgesamt 120 Geräte der beteiligten Hersteller genutzt werden.

Akkusystem CAS
Ein Akku für ziemlich viele unterschiedliche Maschinen von verschiedenen Herstellern. Mit „CAS“ können Profis zwischen Maschinen der Hersteller wechseln, ohne dass sie dafür einen neuen Akku kaufen müssen. (Abb.: Metabo)

Die Unternehmen Metabo, Rothenberger, Mafell, Eisenblätter, Collomix, Haaga, Starmix, Eibenstock, Steinel und Rokamat stehen gemeinsam hinter dem „Cordless Alliance System (CAS)“, einem herstellerübergreifenden Akku-System: Es ist kompatibel mit allen Maschinen der Partner. Basis von „CAS“ ist die Akku-Technologie von Metabo. Die neueste Generation der Metabo LiHD-Akkupacks liefert in der 18-Volt-Klasse bis zu 3.200 Watt Leistung und Kapazitäten von 8.0, 5.5 und 4.0 Amperestunden (Ah). „Mit LiHD haben wir selbst für die energieintensivsten Anwendungen genügend Leistung. Deshalb können wir heute jedes handgeführte Elektrowerkzeug als Akku-Maschine bauen“, sagt Horst Garbrecht, Geschäftsführer von Metabo.

Vor allem die professionellen Anwender habe man im Sinn gehabt, als die Idee für „CAS“ entstand. „Wir sprechen intensiv mit den Anwendern über ihre Anforderungen und Wünsche. Und in vielen dieser Gespräche steht ein Wunsch ganz oben: Die Flexibilität, mit nur einem Akku-System und den Maschinen verschiedener Hersteller arbeiten zu können.“ Aus technischer Sicht sei eigentlich keine eigene Marke für die Kooperation notwendig. Die Kompatibilität von Akkupacks, Ladegeräten und Maschinen wäre auch gegeben, wenn alle Hersteller die entsprechenden Komponenten unter ihren angestammten Marken vertreiben würden. „Aber natürlich ist die Kooperations-Marke für die Information der Anwender enorm wichtig. Ohne ,CAS' könnten diese ja nicht ohne weiteres erkennen, welche Hersteller mit demselben Akku-System arbeiten und daher untereinander hundertprozentig kompatibel sind“, erklärt Garbrecht.

Metabo ist Generalist und Spezialist in einem: Der Hersteller hat alle Klassiker im Programm, aber für ihre beiden Kernzielgruppen Metallhandwerk und -industrie sowie Bauhandwerk und Renovierung darüber hinaus auch eine ganze Fülle von Speziallösungen und Kompetenzprodukten. „Aber es gibt eben außer den beiden genannten viele weitere Anwendungen, für die wir selbst keine Speziallösungen haben. Die ,CAS'-Partner schon", so Garbrecht. „Deshalb ist es aus unserer Sicht auch kein Problem, dass einige Kooperationspartner auf den ersten Blick Wettbewerber von uns sind. Zum einen sind die Überschneidungsbereiche sehr klein, und zum anderen vertreiben die Partner ihre Produkte teilweise über ganz andere Handelskanäle als wir.“

Gemeinsam Stärke zeigen

Das sehen auch die Partner so. „Natürlich wissen wir genau, dass die Anwender unserer Maschinen gerade im Akku-Bereich ein komplettes Programm erwarten“, sagt zum Beispiel Matthias Krauss, Geschäftsführer des Kappschienen- und Tauchsägen-Spezialisten Mafell, „weil sie nicht mit unterschiedlichen Akkupacks und Ladegeräten arbeiten wollen. Als Partner von ,CAS' bieten wir ihnen zusammen mit den Maschinen der anderen Hersteller und mit dem breiten Programm von Metabo ein solches System. Nur gemeinsam können wir am hart umkämpften Akku-Markt bestehen.“ Mit den bisherigen zehn Unternehmen solle „CAS“, so Horst Garbrecht, auch in den nächsten Jahren weiter wachsen und immer mehr kleine und größere Unternehmen im Namen der Akku-Technologie unter einem Dach versammeln. Weitere Informationen zu dem neuen Akkus-System erhalten Sie auf der eigens eingerichteten CAS-Website .