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Dezentrale Lüftungsgeräte einfacher bewerten

Ein neues Messverfahren für dezentrale Lüftungsgeräte vereinfacht es, verbraucherorientierte Kennwerte verordnungskonform auszuweisen.

Messstand Wohnungslüftungsgeräte Aeroco
Aereco hat einen Messstand entwickelt, der die Bewertung von dezentralen Lüftungssystemen vereinfacht. (Abb.: Aereco)

Besonders schwierig bei der gesetzlich vorgeschriebenen Messung des Volumenstroms dezentraler Lüftungsgeräte sind die alternierend (Push & Pull) betriebenen Lüftungsgeräte zu erfassen.

Das neue Messverfahren „BEMdl“ (Bilanzierter energetischer Messstand dezentraler Lüftungsgeräte), das von Aereco entwickelt wurde, begegnet der Gerätevermessung nach Aussage der Entwickler mit mehr Transparenz, Nachvollziehbarkeit und einer geräteunabhängigen Funktionsweise.

Der Kundennutzen, also definierte Luftmengen bei gleichzeitigen energetischen sowie ökonomischen und ökologischen Einsparpotentialen der Wärmerückgewinnung zu gewährleisten, lässt sich durch die realitätsnahen Messbedingungen des Messverfahrens und der komplett transparenten energetischen Bilanzierung erstmals anwendungsnah bewerten.

Der Messstand ist für alle dezentralen Wohnungslüftungsgeräte mit einem Volumenstrom bis 140 m³/h konzipiert. Wurde der Luftvolumenstrom alternierender Geräte bislang nicht im alternierenden Betrieb gemessen und dadurch zumeist deutlich überbewertet, ermöglicht das neue Messverfahren den realen, also den um die Umschaltzeiten bereinigten Volumenstrom alternierender Geräte auszuweisen.

Neuer Messstand gibt auch Verbrauchern Auskunft

Dem Verbraucher kann die Information bereitgestellt werden, welcher Volumenstrom tatsächlich vom Gerät ausgetauscht wird. Damit sind Planungen von Lüftungssystemen auf Basis der im „BEMdl“ erhobenen Messwerte deutlich präziser. Außerdem sind Gerätebewertungen im Rahmen des vom Verordnungsgeber erzwungenen Energielabels nach Angaben der Entwickler deutlich genauer.

In Zukunft sollen darüber hinaus nachvollziehbare Aussagen über die Wärmerückgewinnungs-Effizienzen bei anliegenden Windlasten getroffen werden können.

Das Messverfahren ist in zwei Ausprägungen zu betreiben. Für Hersteller bietet das einfache Verfahren schnelle und verlässliche Ergebnisse. Prüfinstitutionen nutzen das ErP-konforme aufwendigere Zertifizierungsverfahren.