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DCONex 2019: Informieren, austauschen, Sicherheit schaffen

In weniger als zwei Wochen, am 30. Januar, öffnet die DCONex, der zweitägige Kongress zur Sanierung von Gebäudeschadstoffen mit angeschlossener Ausstellung, auf der Messe Essen ihre Pforten. In einem Themenblock werden Beispiele vorgestellt, wie Kommunen sich diesem Problem stellen.

DCONex Michael Henke
Auch in diesem Jahr wird die B+B-Redaktion, hier Michael Henke, wieder einen Teil der Veranstaltung moderieren. (Abb.: B+B BAUEN IM BESTAND/P. John)

Anlass, dieses Thema in das Programm aufzunehmen, war im vergangenen Jahr die Anregung eines Teilnehmers an die Redaktion B+B BAUEN IM BESTAND. Er formulierte das Bedürfnis, sich mit anderen kommunalen Vertretern auszutauschen und zu erfahren, mit welchen Konzepten diese Gebäudeschadstoffe in öffentlichen Gebäuden erfassen und sanieren. Denn gerade, wenn es um Schulen, Kindergärten oder Behörden geht, reagiert die Öffentlichkeit sensibel auf mögliche Gesundheitsgefahren durch Gebäudeschadstoffe und zu hohe Schadstoffgrenzwerte in der Innenraumluft. Deshalb kann die Strategie für Behörden nicht lauten, erst aktiv zu werden, wenn erste alarmierende Presseberichte erscheinen, sondern bereits proaktiv und systematisch.

Dargestellt werden die Schadstoffkonzepte der Städte Salzgitter und Wuppertal. Wie gehen diese das Problem an? Welche Prioritäten setzen diese beim Erfassen und Sanieren? Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht, die anderen Kommunen beim Umgang mit dem Thema helfen können?

Vorgestellt wird in diesem Themenblock außerdem die umfassend überarbeitete „Arbeitshilfe Rückbau schadstoffbelasteter Bausubstanz“. Sie bietet einen Überblick über alle relevanten Fragen im Bereich der Gebäudeschadstoffe und wendet sich explizit insbesondere an Behörden und Auftraggeber/Immobilienbesitzer. So geht sie auf die Aufgaben und Pflichten des Bauherrn bei der Sanierung und dem Rückbau schadstoffbelasteter Gebäude sowie die Entsorgung der Bauabfälle ein.

Schadstoffe einschätzen und richtig handeln

Informationen zu aktuellen Entwicklungen und praktische Hilfestellungen bietet ein weiterer Themenblock am Mittwoch. Vor allem für Handwerksunternehmen, die alltäglich in Altbauten arbeiten, stellt sich die Frage, welche Bearbeitungsverfahren etwa für das Schleifen oder Fräsen von Baumaterialien mehr Sicherheit in Bezug auf die Freisetzung von Asbestfasern versprechen und welche Arbeiten nur von Sachkundigen Unternehmen nach TRGS 519 ausgeführt werden dürfen. Aktuelle Informationen hierzu gibt Thomas von der Heyden vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA).

Ein weiterer Schadstoff, der zunehmend in den Fokus von Sachverständigen, Planern und Handwerkern rückt, ist Radon. Dr. Thomas Haumann vom Sachverständigenbüro für Umweltanalytik und Baubiologie gibt einen Überblick zu rechtlichen Vorgaben und deren aktueller Entwicklung, zu Gesundheitsgefahren durch Radon und zu Analysemöglichkeiten für Radonkonzentrationen in Gebäuden.

Zu einer verbreiteten Schimmelproblematik wird Dr. Charlotte Herrnstadt, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bundesverband Schimmelsanierung referieren: Schimmelbefall in Dachstühlen. Dabeiu steht die Frage im Vordergrund, unter welchen Bedingungen Schimmel an Dachstühlen entstehen kann und ob er bei Kenntnis dieser Voraussetzungen vermeidbar ist.

Das ganze Programm mit allen Themenblöcken und weiteren Informationen findet sich auf der Website der DCONex .