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Checkliste gesundes Wohnen veröffentlicht

Eine wohnmedizinische Forschungsgruppe an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe hat eine „Checkliste für gesundes Wohnen“ erstellt. Sie richtet sich an Mieter und Käufer von Wohnobjekten, soll aber auch Baubeteiligten als Bewertungs- und Informationsinstrument dienen.

Checkliste Gesundes Wohnen
Die Checkliste vermittelt vor allem Mietern und Käufern Hintergrundwissen zu gesundheitsgefährlichen Stoffen in Gebäuden. Sie kann aber auch Planern und Handwerkern helfen, potenziell problematische Zusammenhänge zu erkennen. (Abb.: Hochschule OWL/Dirk Schelpmeier)

Oft fehlt Bewohnerinnen und Bewohnern das nötige Hintergrundwissen, um Gefahren, die zum Beispiel von anorganischen und organischen Gebäudeschadstoffen ausgehen, auf den ersten Blick beurteilen zu können.

„Im Bereich der Arbeitsumgebung gibt es bereits zahlreiche Richtlinien zur Minimierung von Gefährdungspotenzialen. Der Bereich des privaten Wohnens hat hier nur wenige vergleichbare Vorgaben“, erklärt Prof. Dr. med. Manfred Pilgramm vom Lehrstuhl für Wohnmedizin am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Zusammen mit einer Gruppe Studierender hatte er die Idee, eine frei zugängliche Checkliste zu entwickeln, die als Leitfaden dient, um in einer Wohnung oder in einem Haus wohnmedizinische und baubiologische Grundsätze auf einfache Weise berücksichtigen und überprüfen zu können.

Schnell fand sich eine Arbeitsgruppe zusammen, bestehend aus Studierenden, Hochschullehrern verschiedener Fachbereiche, aber auch erfahrenen Freiberuflern (Architekten, Baubiologen, Sachverständige, Makler und so weiter). Eine Anschubfinanzierung aus Mitteln der Forschungsförderung der Hochschule ermöglichte die Umsetzung erster Entwicklungsschritte.

In der jetzt vorgestellten „Checkliste für gesundes Wohnen“ werden gesundheitsfördernde und -schädigende Einflüsse sowie wohnpsychologische Faktoren abgefragt. Die Aufklärung soll zu Maßnahmen führen, die gesundheitsschädigende Einflüsse in der eigenen Wohnung reduzieren oder gar vermeiden und gesundheitsfördernde Einflüsse verstärken.

Das Beantworten der 75 Fragen dauert in der Regel etwa 15 Minuten. Die Fragen können bei der Besichtigung eines Wohnobjekts oder auch im Nachhinein beantwortet werden.

Eine Beispielfrage zielt etwa auf Schadstoffe in Altbauten ab: Handelt es sich bei der Immobilie um einen sanierten Altbau mit dem Sanierungszeitraum 1950 bis 1995, dann muss laut Checkliste womöglich mit Materialien gerechnet werden, die Schadstoffe enthalten können, wie gesundheitsgefährdende Holzschutzmittel (PCP, Lindan) oder Asbest. Mit diesem Hintergrundwissen können potenzielle Mieter oder Käufer die richtigen Fragen schon bei einer Besichtigung stellen.

Am Ende der Checkliste werden die Antworten als PDF-Dokument bereitgestellt. In diesem findet man die beantworteten Fragen und die zugehörigen Hinweise. Gleichzeitig wird in der Rubrik „Kontakt“ zur Diskussion aufgerufen. Diese Diskussion soll dazu dienen, die Liste weiter zu verbessern.

Hier finden Sie die Checkliste für gesundes Wohnen .