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„Bundespreis Umwelt & Bauen“ ausgelobt

Mit dem neuen „Bundespreis Umwelt und Bauen“, der 2020 erstmals vergeben wird, wollen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) Bau-Projekte mit Vorbildcharakter in puncto Nachhaltigkeit auszeichnen.

Umweltpreis Nichtwohngebäude
Neben Wohngebäuden werden auch Nichtwohngebäude prämiert, die nachhaltig und energieeffizient sind. (Abb.: Umweltbundesamt)

Der Wunsch von immer mehr Bauherren und Planern, hohen Gebrauchsnutzen und architektonische Qualität mit Klima- und Umweltschutz zu verbinden, bringt viele spannende Projekte hervor. Sie belegen am praktischen Beispiel, dass nachhaltiges Bauen viele Vorteile bietet. „Genau da setzt der Bundespreis Umwelt und Bauen an“, sagt Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der Preis soll zum einen das Spektrum dessen veranschaulichen, was heute schon baulich und technisch möglich ist. Zum anderen soll er den herausragenden Beispielen durch die Prämierung größere Bekanntheit verschaffen und so zur Nachahmung einladen.“

Um die Breite des nachhaltigen Bauens zu zeigen, umfasst der Bundespreis die Kategorien „Wohngebäude“, „Nicht-Wohngebäude“, „Quartiere“ und „Nachhaltigkeit und Innovationen“. Besonders im Fokus der ersten beiden steht die energetische Sanierung von Bestandsbauten, weil hier aus Sicht des Klimaschutzes der größte Handlungsbedarf besteht.

Sonderpreise für innovative Ansätze

Neben diesen Wettbewerbskategorien vergeben BMU und UBA noch drei Sonderpreise für besonders innovative Ansätze. Unter den Stichworten „Resilienz“ und „Suffizienz“ geht es um die Anpassung an den Klimawandel und um Strategien zur Verringerung des Ressourceneinsatzes. Auch sollen Bauvorhaben honoriert werden, die Aspekte der biologischen Vielfalt in besonderer Weise berücksichtigen und damit einen substanziellen Beitrag zum Schutz und zur Umsetzung von „Stadtnatur“ leisten. Das dritte Feld „Gebäudehülle & Bauprodukt“ ist für neuartige Lösungen mit innovativen Materialien und Baukonstruktionen gedacht. Schirmherrin des Wettbewerbs ist die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze.

Aufgrund der thematischen Breite sind alle Akteure des Baubereichs eingeladen, sich zu bewerben: von Bauherren und Bauträgern über Büros für Architektur, Gebäudetechnik-, Stadt- oder Landschaftsplanung bis hin zu Herstellern oder Forschungseinrichtungen. Die Ausschreibung richtet sich an in Deutschland realisierte Bauwerke oder Quartiere in fortgeschrittener Planung; Mehrfachbewerbungen in verschiedenen Kategorien sind möglich. Teilnahmeschluss ist der 15. April 2020. Näheres zu den Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs und dem Auswahlverfahren finden Interessenten auf der Website des UBA .

Den Preisträgern winkt auf mehreren Ebenen öffentliche Wahrnehmung: Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 29. September auf einem Kongress zum nachhaltigen Bauen im BMU in Berlin. Dort werden die prämierten Projekte der Fachwelt und den Medien vorgestellt. Auch auf den Websites des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums werden die ausgezeichneten Projekte und ihre Pluspunkte präsentiert – unter anderem in Form von Videos. Diese lässt die UBA produzieren, die Gewinner können sie anschließend für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Des Weiteren werden alle prämierten Projekte in einem Buch dokumentiert.