zurück

Berliner Schimmelpilzkonferenz geht in die neunte Runde

Am 21. März 2019 geht die Berliner Schimmelpilzkonferenz in die neunte Runde. Auf dem Programm stehen neueste Erkenntnisse rund um die Analyse, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzen in Gebäuden. Auch gesundheitliche Auswirkungen von Schimmelpilzen werden thematisiert.

Berliner Schimmelpilzkonferenz 2019
In der Fachausstellung der Berliner Schimmelpilzkonferenz haben die Teilnehmer die Möglichkeit, jenseits der Vorträge mit Experten zu diskutieren, und zum Beispiel in die Arbeit von Laboren einzutauchen. (Abb.: B+B BAUEN IM BESTAND/L. Papierak)

Analysieren und bewerten von mikrobiologischen Belastungen

Der erste Block legt den Fokus auf die Untersuchung von mit Schimmelpilzen befallenen Baumaterialien. Dr. Christoph Trautmann von der Umweltmykologie Dr. Dill und Dr. Trautmann erläutert, welche Möglichkeiten es gibt, einen vorhandenen Schimmelpilzbefall nachzuweisen und, wenn nötig die Arten zu bestimmen, die sich auf einer Probe befinden.

Aktuelle Erkenntnisse zu Hintergrundbelastungen auf verschiedenen Baumaterialien stellt Dr. Alexander Berg vom AB Sachverständigenbüro vor. Dabei wird er auf die Frage eingehen, inwiefern repräsentative Probennahmen an unterschiedlichen Baumaterialien bei der Bewertung von Schimmelpilzbelastungen helfen können.

Weitere Perspektiven der Bewertung von mikrobiellem Befall steuert Dr. Thomas Warscheid, Vorsitzender des Netzwerk Schimmel e.V., aus der Perspektive der Werkstoffmikrobiologie bei.

Ursachen kennen – angemessen sanieren

Aus der Praxis berichtet Nicole Richardson, Leiterin des Bundesfachbereichs Innenraumhygiene im Bundesverband Schimmel (BVS). Sie stellt drei Objekte vor, in denen Feuchteschäden zu spezifischen Herausforderungen bei der Sanierung geführt haben. Beispielsweise wird es um einen Schade gehen, bei dem in Bauteilen vorhandenes Asbest bei der Sanierung des Feuchteschadens beachtet werden musste.

Wann und warum es aus bauphysikalischen Gründen zu Schimmelbefall kommen kann, erläutert Axel C. Rahn, Vorsitzender des Bundesverbandes Feuchte- und Altbausanierung e.V. Dabei gibt er praktische Hinweise, die bei der Sanierung bauphysikalisch bedingter Feuchteschäden helfen und zeigt Möglichkeiten für die Ursachensuche auf.

Gesundheitliche Auswirkungen von Schimmelpilzen bei der Arbeit vermeiden

Nicht immer sind Experten sich einig darüber, welche Auswirkungen Schimmelpilze auf die Gesundheit haben können. Über aktuelle gesicherte Erkenntnisse referiert Umweltmediziner Dr. Gerhard Wiesmüller, Leiter der Abteilung Infektions- und Umwelthygiene des Gesundheitsamtes. Der Fokus seines Vortrags liegt auf der Prävention für die Ausführenden, von der Gefährdungsanalyse über den geeigneten Arbeitsschutz bis zu möglichen Risikofaktoren.

Lüften beugt Schimmelbefall vor

Traditionell endet die Schimmelpilzkonferenz mit einem Blick über den Tellerrand. Diesen wird Dr. Thomas Juch wagen: Er gibt umfassenden Überblick über Konzepte der Wohnungslüftung und entsprechend geeigneten Systemen.

Berlin ist weit weg? Kommen Sie nach München

Einen wichtigen Beitrag zum fachlichen Austausch bietet die Fachausstellung, die im Rahmen der Schimmelpilzkonferenz angeboten wird. Unter anderem bekommen die Teilnehmer hier die Möglichkeit, selbst Proben befallener Baumaterialien zu begutachten.

Hersteller, die an der Fachausstellung teilnehmen möchten, bekommen alle Informationen bei Inge Hecker unter 0221-5497-346 oder i.hecker@rudolf-mueller.de .

Die Berliner Schimmelpilzkonferenz wird am 24. September 2019 mit gleichem Programm in München wiederholt.

Alle Informationen zur Berliner und Münchner Schimmelpilzkonferenz finden Sie hier.