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Aus der Praxis, für die Praxis: Bauunternehmen gesucht!

Die Bergische Universität Wuppertal sucht Bauunternehmen und Ingenieurbüros, die bereit sind, die Entwicklung eines Entkernungs- und Abbruchkostenindizes (EAKI) zu unterstützen. Denn nur mit Daten aus der Praxis kann der Index die Realität abbilden.

EAKI Gebäudelebenszyklus
Im Sinne eines geschlossenen Gebäude-Lebenszyklus hat sich der Lehrstuhl für Baubetrieb und Bauwirtschaft der Bergischen Universität Wuppertal das Ziel gesetzt, den Entkernungs- und Abbruchkostenindex (EAKI) zu entwickeln. (Abb.: Bergische Universität Wuppertal)

Auch im Bauwesen kommt der Kreislaufwirtschaft – und damit dem Rückbau – eine immer größere Bedeutung zu. Welche Folgen das für den Planungsprozess haben wird, welche Methoden und Werkzeuge für eine qualitativ gute Beratung und Betreuung der Bauherren zur Verfügung stehen werden, ist noch nicht absehbar. Eines aber ist sicher: Es fehlt an Wissen, um Rückbaukosten quantifizieren zu können. Anders als für den Neubau, für den kommerzielle Literatur zu objektbezogenen Baukostenindizes erhältlich ist, gibt es für den Bereich Rückbau und Abbruch keine vernünftigen Quellen, mit denen sich objektspezifisch Abbruchkosten ermitteln ließen.

Es ist aber zu erwarten, dass präzise, qualitativ hochwertige Kostenabschätzungen für Abbruchvorhaben zukünftig von Bauherren eingefordert werden. Deshalb hat sich der Lehrstuhl für Baubetrieb und Bauwirtschaft der Bergischen Universität Wuppertal das Ziel gesetzt, ein strukturiertes Planungsinstrument für diesen Zweck zu entwickeln: den Entkernungs- und Abbruchkostenindex (EAKI). Er soll gesicherte Informationen über die Entkernungs-, Abbruch- und Entsorgungskosten liefern. Das Forschungsprojekt mit einer Laufzeit von 24 Monaten wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Helfen Sie mit bei der Entwicklung eines Entkernungs- und Abbruchkostenindex
Für die Entwicklung des EAKI benötigt der Lehrstuhl die Unterstützung der Bauwirtschaft, insbesondere von Bauunternehmen und Ingenieurbüros: Denn nur mit Daten aus der Praxis können ausreichend Kriterien für den Aufbau des EAKI abgeleitet und ein Planungswerkzeug auf Grundlage von gesicherter Datenqualität bereitgestellt werden. Dabei sind vorhandene, mit Einheitspreisen versehene anonymisierte Ausschreibungs- und Angebotsunterlagen aus umgesetzten Rückbauprojekten im Hochbau völlig ausreichend.

Nach dem Motto „Aus der Praxis – für die Praxis“ könnten Sie also wesentlich zur Entwicklung eines Entkernungs- und Abbruchkostenindex Kostenindex beitragen. Der Deutsche Abbruchverband ist Kooperationspartner des Forschungsprojekts und bittet interessierte Unternehmen sowie Ingenieurbüros, sich am Projekt zu beteiligen.

Nach Fertigstellung des EAKI kann der Forschungsbericht den mitwirkenden Partnern zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls können die Daten von den Partnern für die Anwendung des Index auf Praxistauglichkeit getestet werden. Unter Ihrer Mitarbeit kann der EAKI überprüft und so sichergestellt werden, dass der Index auf eine breite Marktakzeptanz trifft.

Dipl.-Ing. Holger Kesting ist an der Bergischen Universität Wuppertal für den EAKI zuständig und erstellt auf der Grundlage des Forschungsprojekts seine Dissertation. Wenn Sie das Forschungsteam der Bergischen Universität Wuppertal sowie die Dissertation von Holger Kesting unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an:

Deutscher Abbruchverband e.V.
Tel.: 0221 367983-0
E-Mail: info@deutscher-abbruchverband.de

Lehrstuhl für Baubetrieb und Bauwirtschaft
Holger Kesting
Tel.: 0160 / 5890125
Mail: hkesting@uni-wuppertal.de
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