Ob in älteren Gebäuden asbesthaltige Materialien verbaut worden sind, kann in Labortests ermittelt werden.
Ob in älteren Gebäuden asbesthaltige Materialien verbaut worden sind, kann in Labortests ermittelt werden.

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08. September 2021 | Teilen auf:

Asbest-Tests: Proben nehmen und einschicken

Wer ein vor dem 31.10.1993 gebautes Gebäude betreibt, ist verpflichtet, vor Sanierungsmaßnahmen sicherzustellen, dass bei den Arbeiten kein Asbest freigesetzt werden kann. Tests im Vorfeld können hier Aufschluss geben.

Nach der „Leitlinie für die Asbesterkundung zur Vorbereitung von Arbeiten in und an älteren Gebäuden“ besteht bei vor dem 31.10.1993 errichteten Gebäuden grundsätzlich der Verdacht, dass dort asbesthaltige Materialien verbaut worden sein könnten. Typische asbesthaltige Baustoffe aus jener Zeit sind zum Beispiel Dämmplatten, Bitumen, Eternit (Dachplatten), Linoleum, Fensterkitt, Dachpappe, Farbanstriche, Fugenmassen sowie Putze, Mörtel und Fliesenkleber. Selbst wenn den letztgenannten Produktgruppen Asbest nur in geringen Anteilen zugesetzt wurde, werden beim Abtragen oder Schleifen hohe Faserkonzentrationen jenseits der Akzeptanz- und Toleranzkonzentrationen (10.000 bzw. 100.000 Fasern pro Kubikmeter Raumluft) freigesetzt.

Asbestfasern können nach langjähriger Inkubationszeit Asbestose, Lungen-, Kehlkopf- und Eierstockkrebs oder einen Tumor des Rippenfells verursachen. Deshalb sterben fast dreißig Jahre nach dem Asbestverbot immer noch rund 1.500 Menschen jährlich an einer durch Asbest verursachten Erkrankung. Und das sind nur die Fälle, die als Berufskrankheit anerkannt worden sind. Die wahre Zahl der Asbesttoten liegt wahrscheinlich deutlich höher.

Asbest-Test gibt Sicherheit

Test-Kits mit ausführlicher Anleitung werden von IVARIO Privat- und Gewerbekunden zugesandt.

Will ein Bauherr in einem solchen Gebäude Baumaßnahmen beauftragen, ist er verpflichtet, eine Erkundung durchzuführen, damit bei positivem Befund die vorgeschriebenen Maßnahmen zum Arbeits-, Gesundheits- und Umgebungsschutz eingehalten werden können. Aber auch wenn er plant, selbst Renovierungsmaßnahmen auszuführen, bei denen er alte Baumaterialien abträgt (Fräsen, Schleifen etc.), sollte er eine Erkundung durchführen lassen.

Erste Anhaltspunkte können die eigene Probennahme und Untersuchung in einem Fachlabor liefern. Hierfür bietet IVARIO Asbest-Tests für Gewerbe-und Privatkunden an. Zunächst werden Material- oder Hausstaubproben entnommen, letzteres wenn bereits Arbeiten am jeweiligen Objekt stattgefunden haben und man wissen möchte, ob bereits Asbestfasern in die Luft freigesetzt wurden. Die Materialprobe sollte vor Bauarbeiten entnommen, in ein Fachlabor gesandt und dort ausgewertet werden. Die benötigten Materialien zur Durchführung der Tests werden von IVARIO bereitgestellt und zusammen mit einer ausführlichen Anleitung zugesandt. Im Nachweisverfahren nach VDI 3866-5 können im Labor bis zu einer Nachweisgrenze von 0,001 Prozent (je nach Materialart) Asbestspuren nachgewiesen werden.

Tests auf weitere Schadstoffe möglich

Auch Künstliche Materialfasern (KMF), die vor allem in vor 2006 hergestellten Faserdämmstoffen eingesetzt wurden, können schwerwiegende Krankheiten der Atmungsorgane verursachen. Auch darüber, ob sich solche KMF in der Raumluft befinden, kann ein Test Aufschluss geben.

Weitere Informationen über Asbest- und KMF-Tests von IVARIO finden Sie hier. IVARIO bietet außerdem weitere Umweltanalysen an, zum Beispiel von Leitungswasser, sowie Schimmel- und Bodenanalysen.