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Alarmierender Auftragsrückgang

Angesichts starker Rückgänge bei den Auftragseingängen hat Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), entschlossenes Handeln der Kommunen beim Vergeben von Aufträgen gefordert.

Hochbau_ZDB
Die Auftragseingänge sind im anteilsstarken Hochbau im April um circa 10 Prozent zurückgegangen. (Abb.: ZDB)

Pakleppa wandte sich mit deutlichen Worten an die Kommunen: „Damit die Baubranche, die in unserem Land so lange die Konjunkturlokomotive gewesen ist, schnell wieder Fahrt aufnehmen kann, brauchen wir jetzt entschlossenes Handeln seitens der vergebenden Stellen. Insbesondere die Kommunen als wichtigster öffentlicher Auftraggeber sind hier gefordert. Auch sollte nochmals geprüft werden, ob in dieser Situation ein bürokratisches Ungetüm wie die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer hilfreich ist.“

Der ZDB reagiert damit auf neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Im April hat danach besonders der Orderzugang im anteilsstarken Hochbau gelitten (nominal -10 Prozent). Betroffen sind vor allen Dingen der Wohnungsbau (circa -12 Prozent) und der Gewerbehochbau (circa -9 Prozent). Aus dem öffentlichen Hochbau gehen seit drei Monaten weniger Aufträge ein. „Die Zahlen sind eindeutig“, so Plakleppa weiter. „Das Coronavirus hinterlässt seine Spuren in der Baubranche. Der Rückgang der Auftragseingänge im April um real -5,3 Prozent ist alarmierend und dämpft die Erwartungen an das zweite Halbjahr erheblich.“ Die Zahlen des Statistischen Bundesamts umfassen den Berichtszeitraum April 2020 und gelten für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

„Zu Beginn der Corona-Krise haben die Unternehmen gemeinsam mit ihren Beschäftigten den Baubetrieb unter großen Anstrengungen aufrechterhalten. Nun wird mehr und mehr sichtbar, dass der Branche der pandemiebedingte Einbruch noch bevorsteht“, verwies Pakleppa auf die zeitliche Verschiebung der Problematik in der Baubranche. Da im Monat April bestehende Auftragsbestände abgearbeitet werden konnten, zeichnen die Daten zur Umsatzentwicklung immer noch ein besseres Bild. Allerdings wird auch hier ein Tempoverlust erkennbar. Lagen die Zuwachsraten in den ersten drei Monaten des Jahres noch zwischen 11 Prozent und 14 Prozent, war es im April nur noch ein Plus von Prozent. Weitere Informationen zu den Positionen des Verbands finden Sie auf der Website des ZDB.

Weitere Infos rund um den Corona-Ausbruch für andere Gewerke in der RM Rudolf Müller Mediengruppe finden Sie hier:

Fliesen und Platten

Zur aktuellen Situation im Baustoff-Handel finden Sie weitere Auskünfte über diese Seiten:

www.baustoffmarkt-online.de



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