zurück

25. Internationale Passivhaustagung: Bewusst hybrid

„Passivhaus – der Schlüssel zum nachhaltigen Bauen!“ ist das Schwerpunktthema der 25. Internationalen Passivhaustagung, die am 10. und 11. September 2021 als Präsenzveranstaltung in Wuppertal geplant ist. Nach den positiven Erfahrungen 2020 werden aber zeitgleich ganz bewusst ergänzende Online-Veranstaltungen angeboten.

25. Passivhaustagung
Im nordrhein-westfälischen Steinhagen integrierte Architekt Thomas Spooren ein Passivhaus (links) in eine über 100 Jahre alte Remise. (Abb.: Thomas Spooren)

„Die Online-Tagung im vergangenen Jahr hat uns viele Möglichkeiten eröffnet und neue internationale Teilnehmende beschert. Es wird daher auch bei der Präsenzveranstaltung umfangreiche Online-Angebote geben“, erklärt Jan Steiger, Mitglied der Geschäftsführung des Passivhaus Instituts.

Zum ersten Mal hatte das Passivhaus Institut im Jahr 1996 nach Darmstadt eingeladen. Seitdem fand die Veranstaltung jedes Jahr in einer anderen Stadt statt, überwiegend in Deutschland, zweimal in Österreich und 2019 sogar in China. Seit den Anfängen der Internationalen Passivhaustagung hat sich die Effizienz von Gebäuden deutlich verbessert, aber es ginge mehr: Viele Gebäude könnten ohne großen Mehraufwand deutlich effizienter gebaut und saniert werden.

Die Maxime lautet: Energieeffizienz zuerst
Auch die 25. Internationale Passivhaustagung befasst sich mit einem großen Themenspektrum zum nachhaltigen Bauen: Es geht unter anderem um Effizienz und erneuerbare Energie, um Quartiere und Komponenten, um serielle Sanierungen, Politik, Kühlkonzepte, Konzepte für Lehre und Fortbildung und nachwachsende Rohstoffe. Über allen Themen steht eine unverzichtbare Maxime: „Energieeffizienz zuerst – #EfficiencyFirst“. „Wir wollen zeigen, dass Passivhäuser eine bestens geeignete und einfache Lösung sind – fürs Klima sowieso und auch für die Bewohner. Die Nutzer profitieren von einem höheren Komfort und deutlich besserer Luftqualität“, erklärt Jan Steiger.

Auch Nearly Zero Energy Buildings (NZEB) sind Thema in Wuppertal. Öffentliche Neubauten müssen gemäß Vorgaben der Europäischen Union bereits seit 2019 als NZEB umgesetzt werden. Seit Beginn dieses Jahres gelten diese Anforderungen auch für private Neubauten. Dabei definiert jedoch jedes EU-Mitgliedsland den Standard für NZEB individuell. In Griechenland zum Beispiel verbraucht ein Neubau gemäß den dortigen Anforderungen noch vier Mal mehr Energie als ein Passivhaus, in Deutschland ebenfalls noch deutlich mehr: „Die Kriterien für den Passivhaus- Standard beruhen dagegen auf bauphysikalischen Grundlagen und können weltweit realisiert werden. Passivhäuser führen tatsächlich zum gewünschten niedrigen Energieverbrauch und sind damit entscheidend für effektiven Klimaschutz“, so Steiger.

Fachausstellung, Workshops und Exkursionen sind feste Bestandteile
Auch in diesem Jahr findet zeitgleich zur Tagung die Fachausstellung für Passivhaus-Komponenten statt, vor Ort in der Stadthalle Wuppertal sowie als virtuelle Plattform. Anzahl und Bandbreite der Komponenten zum energieeffizienten Bauen und Sanieren steigen seit Jahren. Die über 1000 zertifizierten Komponenten internationaler Hersteller bilden einen starken Wirtschaftszweig. Workshops und Exkursionen sind Bestandteil jeder Internationalen Passivhaustagung und auch in Wuppertal geplant.

Bei der 25. Internationalen Passivhaustagung wird der Passive House Award 2021 verliehen. Der Architekturpreis zeichnet Gebäude aus, die äußerst energieeffizient und zudem zertifiziert sind. Der Passive House Award 2021 richtet ein besonderes Augenmerk auf die Versorgung der Gebäude mit regenerativer Energie. Bis zum 1. Juni 2021 können zertifizierte Passivhäuser dafür eingereicht werden. Unterstützt wird der Passive House Award 2021 durch die EnergieAgentur.NRW, Mitveranstalterin der 25. Internationalen Passivhaustagung. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf der Website der Veranstaltung.