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1,8 Millionen für Bausoftware „Capmo“

Das Münchner Startup Capmo hat für die Startphase und Weiterentwicklung seines gleichnamigen Produkts eine Finanzspritze von 1,8 Millionen Euro eingesammelt. Die Investoren sind die Venture Capital Gesellschaft UVC Partners sowie HW Capital, die Beteiligungsgesellschaft der Interhyp-Gründer Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf.

Bausoftware Capmo
Die Baupläne sind mit „Capmo“ auf allen angemeldeten Computern, Smartphones und Tablets verfügbar. (Abb.: Capmo GmbH)

Ein Großteil der Bauprojekte in Deutschland liegt über dem Budget und weit über die Hälfte wird verspätet oder mit erheblichen Mängeln fertig gestellt. Gründe dafür seien vor allem ineffizientes Projektmanagement und mangelnde Baudokumentation, so die Gründer von Capmo. Die neue Bausoftware „Capmo“ soll diese Problem lösen und die Zusammenarbeit auf der Baustelle digitalisieren. Als Starthilfe für ihr Projekt hat das Startup nun 1,8 Millionen Euro eingesammelt. „Bauprojekte könnten bis zu 40 Prozent produktiver sein“, erklärt Dr. Ingo Potthof vom Investor UVC Partners. „In diesem Markt sehen wir ein enormes Wachstumspotenzial für Capmo und freuen uns, das Wachstum mit unserer Expertise in B2B Geschäftsmodellen sowie unserem Branchennetzwerk zu unterstützen.“

Intuitive Bedienung ist das Grundprinzip von „Capmo“. Die Baupläne werden digital erfasst und sind anschließend auf allen angemeldeten Geräten wie Computer, Smartphone und Tablet verfügbar – auch im Offline-Modus. Alle Beteiligten des Bauprojekts werden eingeladen und die Aufgaben entsprechend verteilt. Fotos von der Baustelle werden direkt in der App gespeichert und automatisch im Bauplan verortet. „Capmo“ soll über die Zusammenarbeit hinaus auch den Überblick über den Projektstatus und die Mängeldokumentation erleichtern und so die Effizienz von Projekten steigern. Das Startup konnte seit dem Start im Februar 2018 bereits 50 Kunden aus der Baubranche gewinnen und wird nach Angaben der Gründer bereits bei einigen Projekten eingesetzt – unter anderem beim Hilton Hotel in München, bei der Renovierung des Oberpollinger-Kaufhauses sowie der Filialen von Aldi und Rossmann.

„Bauprojekte sind fehleranfällig, was unter anderem auf die geringe Digitalisierung zurückzuführen ist. Viel läuft auch heute noch über Fax und Diktiergerät. Hier setzen wir mit ,Capmo‘ an und unterstützen mit neuen Prozessen und Technologien, damit Zeit- und Budgetpläne eingehalten werden können”, erklärt Florian Biller, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Startups .