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1. Münchner Schimmelpilzkonferenz: Schimmel auf Holz sanieren

Auch wenn Schimmelpilze Holz nicht selbst angreifen, stellt ein Befall dennoch ein Problem für die Innenraumhygiene dar und muss daher saniert werden. Was die Ursachen für einen solchen Befall sind, wie bei der Schadensanalyse vorzugehen ist und wie im Einzelfall saniert werden kann, darüber wird die Sachverständige Pia Haun auf der 1. Münchner Schimmelpilzkonferenz anhand vieler praktischer Beispiele berichten.

Pia Haun auf der 8. Berliner Schimmelpilzkonferenz
Von den Teilnehmern der 8. Berliner Schimmelpilzkonferenz, von der dieses Foto stammt, erhielt Pia Haun für ihren Vortrag sehr gute Bewertungen. (Abb.: B+B BAUEN IM BESTAND/L. Papierak)

Anders als holzzerstörende Pilze greifen Schimmelpilze das Holz nicht selbst an. Dabei ist ein Schimmelbewuchs von der Bläue zu unterscheiden, die durch Ascomyceten und Deuteromyceten verursacht wird, die statischen Eigenschaften des Holzes ebenfalls nicht maßgeblich beeinträchtigt und bei einem Befall an der Oberfläche auch ein Problem für die Innenraumhygiene darstellen kann.

Nach der Schadensaufnahme und -bewertung ist zunächst über Sofortmaßnahmen zu entscheiden, zum Beispiel die Schadensbereiche abzuschotten oder die Oberflächen abzusaugen. Dann werden die Schadensursache und der -umfang ermittelt bevor das Sanierungsziel festgelegt wird. Die Alternativen reichen hier vom Totalrückbau bis zu „Befall akzeptieren“. Dazwischen gibt es Abstufungen wie Abschottung oder Maskieren des Schadens, den sichtbaren Befall von allen erreichbaren Flächen entfernen, den Befall entfernen oder abtöten. Was das jeweils bedeutet und wie es umgesetzt werden kann, wird Pia Haun anhand vieler Beispiele auf der 1. Münchner Schimmelpilzkonferenz zeigen.