Energetische Sanierung


Studie analysiert den Dämmstoffmarkt

Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. München hat eine umfangreiche Studie zu Wärmedämmstoffen durchgeführt. Die Studie analysiert unter anderem den Energieverbrauch von Gebäuden in Deutschland, Einsparpotentiale durch die Sanierung mit Dämmstoffen sowie die Marktentwicklung unterschiedlicher Produkte. Zusätzlich werden Eigenschaften und Anwendungsbereiche erläutert und technische Grundbegriffe erklärt.

Fassade mit WDVS -  Studie Dämmstoffe
Diese Fassade wurde mittels Wärmedämm-Verbundsystem saniert. (Abb.: FIW München e. V.)

Die 283 Seiten starke, vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung geförderte Publikation beschreibt zunächst politische Hintergründe zu Verwendung von baulichem Wärmeschutz, um dann detailliert auf bauphysikalische Eigenschaften von Wärmedämmstoffen einzugehen. Einzelne Dämmstoffe werden in einem eigenen Kapitel vorgestellt. Zusätzlich gibt die Untersuchung einen Überblick über die Normen, die bei der Verwendung einzelner Stoffe zur Anwendung kommen.  Welche Innovationen den Markt und die Anwendungsgebiete bereits heute und in Zukunft erweitern, wird in einem weiteren Teil beschrieben.

Bei der Auswertung der Marktanteile weist die Studie einen insgesamt deutlich steigenden Absatz bei Mineralwolle, EPS, PU und XSP seit 2006 nach. Neben einer Analyse der einzelnen Anteile unterschiedlicher Dämmstoffe nimmt die Studie auch die gedämmten Bereiche in den Blick: Am häufigsten wurde in den Jahren 1989 bis 2012 mit Mineralwolle an der Außenwand gedämmt.

Die Studie legt darüber hinaus Zahlen zum aktuellen Marktrückgang bei Wärmedämm-Verbundsystemen durch Medienberichte der Vergangenheit vor und analysiert deren von negativen Vorwürfen geprägten Inhalte. Tatsächlich bescheinigt die Studie einen Rückgang von 2,4 Millionen Euro, zwischen 2011 und 2012. Das entspricht 5,6 Prozent. Die Studie sieht die negative Berichterstattung aber nur als einen von mehreren verantwortlichen Faktoren. Genannt werden hier primär die unsichere Fördersituation und Unsicherheiten hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen der EnEV.

Die Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit.