7. B+B DIALOG – Asbest bei der Innenraumsanierung

Gefahrgutzeichen Asbest Achtung, die Website zum 7. B+B DIALOG ist umgezogen! Ab sofort finden Sie alle Informationen zum B+B DIALOG unter: www.bauenimbestand-dialog.de.

Asbest wurde in der Vergangenheit gezielt Bauprodukten zugegeben, um deren Eigenschaften zu verbessern. So muss bei Sanierungen und Instandsetzungen in Gebäuden, die vor 1995 errichtet oder modernisiert wurden, mit Asbest gerechnet werden – auch in Produkten, die bislang nicht in den Fokus der Betrachtung gerückt sind. Beim Bohren von Löchern, Abschlagen von Putzen und Fliesen sowie Abschleifen von Oberflächen wurden bei aktuellen Untersuchungen Asbest-Faserkonzentrationen gemessen, die weit oberhalb zulässiger Grenzwerte liegen. Die damit einhergehende tödliche Gefahr und das hohe Haftungsrisiko sind vielen im Bestand Tätigen nicht bekannt.

Beim 7. B+B DIALOG – Asbest bei der Innenraumsanierung, der am 24. November 2016 in Bonn stattfindet, steht die Frage im Mittelpunkt, wie Sanierer, Hausbesitzer und Behörden in Zukunft mit dem Thema umgehen können. Gezeigt und diskutiert werden erforderliche Vorerkundungen der Bausubstanz mit den dazugehörigen Verantwortlichkeiten, mögliche Schutzmaßnahmen, geeignete Sanierungsverfahren und die Wahrnehmung der Problematik auf behördlicher Seite.

Nutzen Sie die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Fachleuten und Kollegen und schützen Sie sich und ihre Mitarbeiter vor gesundheitlichen, existentiellen und wirtschaftlichen Gefährdungen. Asbestschäden sind in der Regel bei der betrieblichenHaftpflichtversicherung ausgeschlossen!

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Hintergrund: Neueste Untersuchungen zeigen gefährliche Faserkonzentrationen

Standen beim Schutz von am Bau Beschäftigten bislang vor allem spritzasbesthaltige Produkte und Plattenmaterialien wie Permabest- oder Eternitplatten im Vordergrund, zeigen jüngste Untersuchungen, dass auch von solchen Produkten, die augenscheinlich nicht mit der „Wunderfaser“ in Verbindung gebracht werden, Gefahren ausgehen. Das können sowohl Fliesenkleber als auch flächig verwendete Spachtelmassen und punktuell verwendete Reparaturmörtel sein, die vor 1995 verbaut wurden. In den letzten Jahren verzeichneten Ärztekammern, vermutlich in diesem Zusammenhang, eine erhöhte Anzahl von Asbestosen.

Hohe Asbestfaserkonzentrationen treten selbst bei alltäglichen Arbeiten auf. Das verdeutlichen die nachfolgenden Beispiele. Zum Vergleich liegt die zulässige Faserkonzentration laut der aktuellen Technischen Regel für Gefahrstoffe 519 (TRGS 519) bei 10.000 Fasern/m³. Wobei auch bei diesem Wert ein Krebsrisiko für die Beschäftigten in Kauf genommen wird.

Abschlagen einzelner Fliesen mit asbesthaltigen Fliesenklebern: bis ca. 77.000 Fasern/m³

Herstellen von einzelnen Bohrlöchern in Fliesen mit asbesthaltigen Fliesenklebern: bis ca. 36.000 Fasern/m³

Entfernen von asbesthaltigen Spachtelmassen auf Ortbeton mit Stemmhammer: ca. 18.000 Fasern/m³

Schleifen von verputzten Mauerwerkswänden mit asbesthaltigen Spachtelmassen: bis ca. 1.560.000 Fasern/m³

Der Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zu diesem Thema das Diskussionspapier "Asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber in Gebäuden" vorgelegt, das kostenlos zum Download steht und dem auch die o. g. Asbestfaserkonzentrationen entnommen sind.

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