B+B Dialog 2010

B+B DIALOG Innendämmung 2010


B+B-Dialog_2010_InnendämmungImmer das ganze Gebäude im Blick behalten: Zum ersten Mal hatte B+B BAUEN IM BESTAND zur neuen Veranstaltungsreihe B+B DIALOG nach Köln-Deutz ins Hotel Günnewig Stadtpalais eingeladen. 70 Teilnehmer waren am 14. Oktober 2010 der Einladung gefolgt, es wären noch mehr geworden, wenn der Veranstaltungsort ein größeres Fassungsvermögen gehabt hätte. Das Interesse und die zahlreichen Fragen und Wortbeiträge aus dem Auditorium zeigen, dass das brisante Thema „Innendämmung“ vielen Planern, Ausführenden und auch Sachverständigen unter den Nägeln brennt.

Die Veranstaltung begann mit einer kurzen Einführung in das Thema durch Moderator Jürgen Gänßmantel und kurzen Statements der vier Podiumsteilnehmer Dr. Anatol Worch, Axel Schmidt, Frank Grabow und Daniel Zirkelbach. Schon hier wurden einige grundlegende Positionen deutlich, die auch im Dialog eine Rolle spielen sollten.

Innendämmungen haben großes Marktpotenzial

B+B-Dialog_2010_InnendämmungMit Innendämmungen würden grundsätzlich zwei Ziele verfolgt, erläuterte Gänßmantel: erstens die Oberflächentemperatur der Außenwände innen zu erhöhen, um einen Befall mit Schimmelpilzen zu verhindern, zweitens den Energiebedarf des Gebäudes zu verringern. Grundsätzlich stelle eine Dämmung der Außenhülle immer die bessere Lösung dar, aber in allen Fällen, in denen diese Möglichkeit nicht infrage komme, sei die Innendämmung die erste Alternative, um die genannten Ziele zu erreichen. Dies sei zum Beispiel der Fall bei Fachwerkhäusern, historischen Fassaden oder Sichtmauerwerk. Oder auch, wie später durch Beispiele aus dem Publikum deutlich wurde, wenn zum Beispiel aufgrund der Eigentümersituation nicht das komplette Haus, sondern nur einzelne Wohneinheiten gedämmt werden sollen.

B+B-Dialog_2010_InnendämmungVon den knapp 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland sind 74 Prozent älter als 30 Jahre. Von diesen älteren Bestandsgebäuden kommt circa ein Drittel für eine Innendämmung infrage, veranschaulichte Gänßmantel das Marktvolumen. Auf dem Markt werden viele unterschiedliche Innendämmsysteme angeboten, die sich sowohl in ihrer Materialbasis und ihren Eigenschaften als auch in ihrer Verarbeitung unterscheiden. Ein gravierender Unterscheid besteht zum Beispiel zwischen kapillaraktiven Dämmstoffen, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und solchen, bei denen eine Dampfsperre zum System gehört. Noch gibt es mit Ausnahme des WTA-Merkblatts 6-4 (2009) "Innendämmung nach WTA I: Planungsleitfaden" kaum allgemeine Regelungen. Umso wichtiger ist es, die konstruktiven Randbedingungen und die Grenzen einer Innendämmung zu beachten.

Nachbericht im Heft

Einen ausführlichen Bericht zum B+B DIALOG Innendämmung 2010 können Sie zudem in Ausgabe 6.2010 der Fachzeitschrift B+B BAUEN IM BESTAND nachlesen.

Für die Teilnehmer der Veranstaltung stehen hier die Präsentationsfolien der Referenten zum Download bereit. Sie benötigen hierfür Ihren persönlichen Zugangscode.

Übrigens: Der zweite B+B DIALOG Innendämmung fand am 13. Oktober 2011 in Köln statt - weiter zum Nachbericht.