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Bauwerksabdichtungen dienen dem Schutz der Bausubstanz
und werden ausgeführt bei erdberührten Bauteilen,
Flachdächern, Balkonen und Terrassen sowie in Feuchträumen.
Feuchtigkeit führt außerdem zu einem erhöhten
Energiefluss. Eine intakte Bauwerksabdichtung ist deshalb
für die Energieeinsparung wesentlich. Informieren
Sie sich hier über die fachgerechte Ausführung,
Systeme und aktuelle Regelwerke.
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Inhalt
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Abdichtungsarten und Anwendungsfälle
Die Wahl der Abdichtungsart ist insbesondere abhängig
von der Angriffsart des Wassers und der Nutzung des
Bauwerks bzw. Bauteils.
Zur Bestimmung der Abdichtungsart ist die Feststellung
der Bodenart, der Geländeform und des Bemessungswasserstandes
am geplanten Bauwerksstandort unerlässlich. Dies
gilt nur dann nicht, wenn grundsätzlich nach der
höchsten Wasserbeanspruchung geplant wird.
Die Wahl der Abdichtungsart ist außerdem abhängig
von den zu erwartenden physikalischen – insbesondere
mechanischen und thermischen – Beanspruchungen.
Dabei kann es sich um äußere, z. B. klimatische
Einflüsse oder um Einwirkungen aus der Konstruktion
oder aus der Nutzung des Bauwerks und seiner Teile handeln.
Untersuchungen zur Feststellung dieser Verhältnisse
müssen deshalb so frühzeitig durchgeführt
werden, dass sie bereits bei der Bauwerksplanung berücksichtigt
werden können.
Die Tabelle
stellt eine Zuordnung der Abdichtungsarten nach der
DIN 18195 zu Wasserbeanspruchung und Bodenart zusammen.
(Quelle: Handbuch
der Bauwerksabdichtung, 2009)
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Objektberichte
Spezielles Abdichtungskonzept für historisches
Gebäude
Von 2007 bis 2009 fand eine umfassende denkmalgerechte
Sanierung und Modernisierung inklusive einer Fassadenrestaurierung
des Handelshofs in Leipzig statt. Der Beitrag schildert
das eingesetzte Abdichtungskonzept - eine
Innenabdichtung, denn eine klassische vertikale Außenabdichtung
schied aus.
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Mineralische Dichtungsschlämmen
In der Praxis haben sich mineralische Dichtungsschlämmen
bereits seit mehr als 40 Jahren bewährt. Ihre
Aufnahme in die DIN 18195 als eigenständiges Abdichtungssystem
erweitert die Möglichkeiten von Anwendern und Planern
bei den Abdichtungsstoffen.
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Das richtige Schadensprofil ermitteln
Abblätternde Farbschichten und Wandputze sowie ausgebrochene
Mauerwerksfugen und Risse auf der einen, hässliche
Salzränder, Verfärbungen und durchfeuchtete
Wände auf der anderen Seite. Was steckt dahinter?
Welche Mechanismen verursachen die weit verbreitenden
Schadensbilder?
Hinzu kommt: Oftmals sind im Bestand die baulichen Voraussetzungen
für das Einhalten geltender DIN-Vorgaben nicht gegeben.
Antwort
und Ausweg bietet das richtig ermittelte Schadensprofil.
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Injektionsobjekt Thormann-Speicher
Am Thormann-Speicher waren 18 Testflächen mit verschiedenen
Injektionsstoffen zum Aufbau einer horizontalen Mauerwerksabdichtung
behandelt worden. Die Durchfeuchtungswerte lagen dabei
überall in den Injektionsebenen zwischen 89 bis 95
Prozent. Nach
zwei Jahren Standzeit wurde an den Messachsen der Versuchsflächen
des Thormann-Speichers in Wismar mit Bohrkernen Bilanz
gezogen. |
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| Produkte mit Marktübersicht
Die Marktübersicht gibt einen Überblick über
die injektiven und mechanischen Verfahren zur Abdichtung.
Sie wurde der Ausgabe 07/09 der Zeitschrift B+B
Bauen im Bestand entnommen. Ziel ist, dem Verarbeiter,
Sachverständigen oder Ingenieur eine schnelle,
schematisierte Orientierung zu liefern. Zu beachten
ist, dass nur die Hersteller gelistet werden konnten,
die ihre Daten termingerecht geliefert haben.
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„Energetische Abdichtung“
Ohne Feuchteschutz kein Wärmeschutz ist das Motto
des Herstellers. Er bietet Systeme für die Kellerabdichtung
von außen und innen an. Für die Fugensanierung
wurde ein rationelles Verfahren, die Schlämmverfugung
inklusive Hydrophobierung, entwickelt. Es verspricht
einen Zeitvorteil von rund 30 Prozent gegenüber
herkömmlicher Handverfugung. Kernprodukt für
die Innendämmung iQ-Therm ist dabei eine organische
Platte mit eingebautem Feuchteschutz, die nach Herstellerangaben
Schimmelbildung vorbeugt.
Hersteller: Remmers
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Betonabdichtung
Das Abdichtungssystem FlexproofX 1 wurde speziell für
den Einsatz in Stahlbetonbauten entwickelt, kann aber
auch bei nicht mineralischen Werkstoffen wie Metall
oder Glas verwendet werden. Aufgrund seiner Rezeptur
lässt es praktisch keine Wasseraufnahme zu. Hierdurch
und dank seiner sehr hohen Alkalibeständigkeit,
die vor allem bei Stahlbeton relevant ist, hält
es dauerhaft sowohl nicht drückendem als auch drückendem
Wasser stand. Selbst Risse und Fugen bis zu einer Breite
von 0,25 bis 1 Millimetern können bei 5 bar Wasserdruck
wasserundurchlässig gemacht werden. Für den
Einbau mit und ohne Armierungsgewebe, als Abdichtung
von Arbeitsfugen oder Sollrissfugen sowie für die
vollflächige Außenabdichtung liegt ein allgemeines
bauaufsichtliches Prüfzeugnis vor.
Hersteller: Steko X
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Grundsortiment Bautenschutz
Der Hersteller hat ein Grundsortiment entwickelt, das
– nach dem Prinzip „einfach & sicher“
– mit nur 18 Profi-Produkten 98 Prozent aller
typischen Anwendungen beim Abdichten und Sanieren von
Gebäuden abdecken kann. Das Grundsortiment Bautenschutz
besteht aus Produkten, die sich durch ein bewusst breites
Anwendungsspektrum auszeichnen. Beispielsweise bieten
die leistungsstarken Abdichtmassen für jeden mineralischen
Untergrund die passende Lösung, egal ob es sich
um Beton, Ziegel, Porenbeton, Kalkstein oder sonstiges
Mauerwerk handelt.
Ist das Mauerwerk durch Feuchtigkeit und Salze stark
belastet, steht ein Sanierputzsystem zur Verfügung,
das selbst für hohe Durchfeuchtungsgrade geeignet
ist. Für die Ausführung von Detaillösungen
hält das Grundsortiment entsprechende Systemkomponenten
bereit. Alle Produkte sind gezielt aufeinander abgestimmt.
Hersteller: Weber Deitermann
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| Regelwerke und weiterführende Literatur
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Aktuelles Fachbuch für die Abdichtung erdberührter
Bauteile
Das
Handbuch der Bauwerksabdichtung umfasst die wichtigsten
fachlichen und vertragstechnischen Regelwerke, Richtlinien,
Merkblätter und Hinweise verschiedener Institutionen
für die Abdichtung erdberührter Bauteile vom
Fundament bis zur Oberkante des Geländes.
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Handbuch Bautenschutz und Bausanierung
Das Handbuch
Bautenschutz und Bausanierung ist das perfekte Hilfsmittel
für Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen.
Kompakt und praxisnah informiert dieses Handbuch über
die zehn wichtigsten Arbeitsfelder für den Schutz
und die Sanierung der Gebäudehülle –
auf dem aktuellen Stand der DIN und Euronormen und WTA-Regelwerke.
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Sanierung von Feuchte- und Schimmelpilzschäden
Das Fachbuch Sanierung
von Feuchte- und Schimmelpilzschäden gibt einen
umfassenden Leitfaden in Wort und Bild zur praktischen
Planung und Ausführung von Sanierungsmaßnahmen
bei Feuchte- und Schimmelpilzschäden sowie mikrobiellen
Schäden. Von der Feststellung und Bewertung des
Schadens und Klärung der Ursachen über die
Konzeption bis hin zur geeigneten Durchführung
der richtigen Maßnahmen führt das Werk zum
Sanierungserfolg.
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Regelwerke
Die folgenden Regelwerke sind auch im „Handbuch
der Bauwerksabdichtung“ enthalten.
DIN 18195-1 Bauwerksabdichtungen
DIN 4095 Baugrund
DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige
Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie)“
DAfStb-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung
von Betonbauwerken (Instandsetzungsrichtlinie)“
ABI-Merkblatt „Abdichten von Bauwerken durch
Injektion“
WTA-Merkblatt E 5-20-07/D – Gelinjektion
WTA-Merkblatt 4-6-05/D Nachträgliches Abdichten
erdberührter Bauteile
WTA-Merkblatt 4-5-99/D Beurteilung von Mauerwerk –
Mauerwerksdiagnostik
WTA-Merkblatt 2-9-04/D Sanierputzsysteme
WTA-Merkblatt 4-4-04/D Mauerwerksinjektion gegen kapillare
Feuchtigkeit
WTA-Merkblatt 4-7-02/D Nachträgliche mechanische
Horizontalsperre
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