Energetische Sanierung


9. Effizienztagung: Aus Bauteilen werden Quartiere

Am 24. und 25. November 2017 nimmt die 9. Effizienztagung Bauen und Modernisieren in Hannover CO2-neutrale Gebäude und Wohnquartiere in den Fokus – und wirft einen Blick auf ihre Zukunftsfähigkeit.

Effizienztagung Null-Emissionssiedlung zero e-park
Wie bewähren sich CO2-neutrale Gebäude im Alltag? Auch diese Frage steht bei der 9. Effizienztagung im November 2017 im Vordergrund. (Abb.: e.u.z.)

Konzepte, Strategien und erste Pioniergebäude für CO2-neutrale Gebäude und Wohnquartiere gibt es inzwischen reichlich. Doch wie bewähren sich diese Konzepte in der Nutzung? Welche Strategien erweisen sich heute schon als tragfähig? Die Antworten sind vielschichtig und müssen Schritt für Schritt analysiert und mit guten Beispielen belegt werden. Dies gilt für das Bauteil, für das Objekt und dessen Haustechnik genauso wie für das Quartier. Die Veranstalter laden deshalb Architekten, Planer, Bauingenieure, ausführende Handwerker und Energieberater dazu ein, sich auf der 9. Effizienztagung Bauen und Modernisieren über aktuelle Entwicklungen zu informieren und über ihre Erfahrungen, Lösungen und neue Denkansätze auszutauschen.

Inhaltlich wird das bundesweite Branchentreffen Fragen der Energieberaterpraxis ebenso in den Fokus rücken wie Effizienzhaus-Standards, Energieversorgung, Anlagentechnik oder Innendämmung. Je nach Stand der Entwicklung wird das Gebäudeenergiegesetz diskutiert werden, auch neue Normen und rechtliche Aspekte wie Haftungsrisiken werden Gegenstand von Vorträgen sein. Vielfach wird es dabei um konkrete Projekte gehen, anhand derer sich die Herausforderungen für alle leicht nachvollziehbar darstellen lassen.

Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, langjähriger Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, wird den Eröffnungsvortrag der diesjährigen Tagung halten. Töpfer war von 1998 bis 2006 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).

Im Anschluss werden wie gewohnt drei Parallelveranstaltungen angeboten, sodass sich jeder Teilnehmer sein Tagungsprogramm nach seinen individuellen Anforderungen und Interessen zusammenstellen kann. Am ersten Tag stehen zunächst Konzepte für die Energieversorgung einzelner Gebäude und für die nachhaltige Gestaltung ganzer Quartiere bei Neubau und Sanierung im Fokus. Am Nachmittag geht es um wohnungswirtschaftliche Aspekte und Qualitätssicherung beim energieeffizienten Bauen, außerdem wird die multifunktionale Gestaltung von Fassaden diskutiert.

Der zweite Tag startet mit Vorträgen zu energieeffizienten Gebäuden unterschiedlicher Standards und Nutzung. Am Nachmittag beschäftigt sich das Branchentreffen mit Energiespeichermedien und bauphysikalischen Fragestellungen. Mit dem dritten Block wagen die Veranstalter ein Experiment. Die Teilnehmer können ihre Gedanken zum neuen Gebäude-Energie-Gesetz in Thesen bündeln, die im Anschluss an den Gesetzgeber übermittelt werden.

Am späten Vormittag wird die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Almut Kottwitz, die Landessieger des Wettbewerbs 2017 um die „Grüne Hausnummer“ auszeichnen. Der Preis wird jährlich von Mitveranstalter Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen ausgeschrieben. Bewerben können sich Bauherren, die ihr neues Eigenheim mindestens als Effizienzhaus 55 oder als Passivhaus gebaut beziehungsweise ihren Altbau energieeffizient saniert haben. 

Die tagungsbegleitende Fachausstellung wird wieder bekannte und neu entwickelte Produkte rund um die Vortragsthemen zeigen.

Die 9. Effizienztagung Bauen und Modernisieren wird veranstaltet vom Energie und Umweltzentrum am Deister (e.u.z).